Anwendung und Bewertung der saisonalen Hochwasserstatistik in Deutschland - ein Diskussionsbeitrag
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Zur Ermittlung von Hochwasserwahrscheinlichkeiten nutzt man Extremwertverteilungsfunktionen, welche Stationarit√§t, Unabh√§ngigkeit und Homogenit√§t der verwendeten Daten voraussetzen. Sommer- und Winterhochwasserereignisse weisen in der Regel unterschiedliche Genesen auf, was zu Inhomogenit√§ten f√ľhrt. Hier kann die Methode der saisonalen Hochwasserstatistik genutzt werden. In der vorliegenden Arbeit erfolgt eine deutschlandweite Anwendung und Bewertung der saisonalen Hochwasserstatistik auf Basis von 218 Pegelzeitreihen.

Mehr Sicherheit auf den zweiten Blick
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Regenr√ľckhaltebecken haben eine wichtige Funktion zum Schutz vor √úberschwemmungen. Doch sie k√∂nnen auch Gefahren bergen, insbesondere wenn sie in der N√§he von Wohngebieten liegen und √∂ffentlich zug√§nglich sind. Die Stadt Wolfsburg hat ihre Regenr√ľckhaltebecken vom T√úV S√ľd pr√ľfen lassen. Trotz des hohen Sicherheitsniveaus entwickelten die Experten dabei noch Ideen f√ľr Verbesserungen.

Operativer Hochwasserschutz - Lernen aus der Hochwasserkatastrophe 2021?
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Die Hochwasserkatastrophe vom Juli 2021 in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hat Schw√§chen im System des operativen Hochwasserschutzes aufgezeigt, insbesondere im effektiven Zusammenwirken von Wasserwirtschaft und Katastrophenschutz. F√ľr eine effektive Bew√§ltigung katastrophaler Hochwasserereignisse muss der operative Hochwasserschutz in den Kreislauf des Hochwasserrisikomanagements integriert und mit einem systemischen Ansatz erweitert werden. Aufbauend auf einem gemeinsamen Zielverst√§ndnis aller Akteure ist dabei eine angemessene Vorbereitung (operative Hochwasservorsorge) als auch Nachsorge (operative Hochwassernachsorge) notwendig, um im Ereignisfall bei der operativen Hochwasserbew√§ltigung erfolgreich agieren zu k√∂nnen.

20 Jahre Hochwasserrisikomanagement in Sachsen
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Der Beitrag gibt einen Einblick in 20 Jahre aktives Hochwasserrisikomanagement in Sachsen. Die Betroffenheit aus den Hochwasserereignissen von 2002, 2006, 2010, 2013 und 2021 sowie von weiteren zahlreichen Starkregenereignissen haben gezeigt, dass die permanente Auseinandersetzung mit diesem Themenfeld sehr wichtig ist. Neben den systematischen Arbeiten werden einige ausgewählte innovative Beispiele zur Verbesserung des Hochwasserrisikomanagements mit vorgestellt.

Hochwasserwarnung und -information in Th√ľringen
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Der Freistaat Th√ľringen ist im Gegensatz zu den beiden Fl√§chenl√§ndern Rheinland-Pfalz und Sachsen nahezu ausschlie√ülich als Hochwasserentstehungsgebiet einzuordnen. Gr√∂√üere Zul√§ufe wie Rhein oder Elbe mit Oberliegern in anderen (Bundes-) L√§ndern, gibt es in Th√ľringen nicht. Die bedeutendsten Zufl√ľsse von au√üerhalb sind die Saale sowie die Wei√üe Elster. Das bayerische Einzugsgebebiet der Saale besitzt eine Fl√§che von ca. 1 000 km¬≤. Allerdings findet sich auf dem weiteren Weg der Saale in Th√ľringen schon nach wenigen Kilometern Flie√üstrecke das Talsperrensystem der Saalekaskade, mit dem die Saaleabfl√ľsse unterhalb sehr deutlich reguliert werden k√∂nnen. Die Wei√üe Elster besitzt ein noch etwas gr√∂√üeres Einzugsgebiet von ca. 1 250 km¬≤ oberhalb von Th√ľringen, das zum gr√∂√üten Teil in Sachsen liegt und noch kleinere tschechische Anteile besitzt. Durch die s√§chsischen Talsperren P√∂hl, Pirk und Dr√∂ga kann auch der Hochwasserabfluss der Wei√üen Elster deutlich beeinflusst werden.

Das Juli-Hochwasser 2021 in Rheinland-Pfalz
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Das Hochwasserereignis im Juli 2021 im Ahrtal hat gezeigt, dass eine qualitativ hochwertige Niederschlagsvorhersage entscheidend eine Hochwasservorhersage beeinflusst. Es hat sich aber auch gezeigt, dass Einrichtungen, wie z. B. Br√ľcken, einen wesentlichen Einfluss auf den beobachteten Wasserstand w√§hrend eines Ereignisses haben k√∂nnen. Durch das Versagen von zahlreichen Br√ľcken oberhalb von Bad Bodendorf k√∂nnten Schwallwellen entstanden sein, die dazu beigetragen haben k√∂nnten, dass weitere verlegte Br√ľcken durch einen zus√§tzlichen Impuls gebrochen sind und eine Vielzahl an Br√ľcken in einer Art Dominoeffekt Schaden genommen haben.

Hochwasserfr√ľhwarnung in Rheinland-Pfalz
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Die seit 2008 in Rheinland-Pfalz zun√§chst nur auf der Internetseite dargestellte Fr√ľhwarnkarte wurde in den letzten Jahren um E-Mail-Benachrichtigungen und Meldungen √ľber Warn-Apps erweitert. Eine systematische Analyse der Fr√ľhwarnungen seit 2009 ergab, dass 79 % der insgesamt 47 Warnungen Treffer waren und 21 % Fehlalarme. Bei den 15 verpassten Ereignissen handelte es sich gr√∂√ütenteils um direkt nach Starkregen auftretende Sturzfluten, die mit den vorhandenen Wetterdaten nicht korrekt vorhersagbar waren. Die Kommunikation der Vorhersageunsicherheit als wichtige weitere Zusatzinformation ist aktuell ein zentrales Weiterentwicklungs-Vorhaben.

Das neue DWA-Merkblatt Hochwasserrisikokommunikation
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Dieser Beitrag gibt einen Überblick zum Merkblatt Risikokommunikation der DWA. Es werden wesentliche Akteure und Ziele der Kommunikation beschrieben. Ziele sind u. a. verbesserte Bewusstseinsbildung: Überflutungen als reales Risiko vermitteln; eigene Handlungen der Betroffenen fördern: Eigenvorsorge stärken; neue Risiken meiden: Schadenspotenziale vermeiden; Betroffene von (Schutz-) Maßnahmen vor Ort: Vertrauen entwickeln und Konflikte managen. Zusammenfassend werden wesentliche Schritte einer Kommunikationsstrategie skizziert.

Hochwasserfr√ľhwarnung in Sachsen
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Kleine Gew√§sser k√∂nnen infolge intensiver Niederschl√§ge und/ oder Schneeschmelze innerhalb nur kurzer Zeit stark anschwellen; im Extremfall steigt der Abfluss fast zeitgleich mit dem Einsetzen des Niederschlags an. Pegelbasierte Warnungen (auf Basis von Wasserstandbeobachtungen an Hochwassermeldepegeln) und zentimetergenaue, zeitscharfe Vorhersagen des Wasserstandes sind unter diesen Bedingungen nicht m√∂glich, da einerseits die Zeitspanne zwischen ausl√∂sendem Starkregen und Wasserstandanstieg sehr kurz ist und andererseits Starkniederschl√§ge r√§umlich, zeitlich und mengenm√§√üig derzeit nicht hinreichend genau vorhergesagt werden k√∂nnen. F√ľr kleine Einzugsgebiete ist aber sehr wohl eine regionale Absch√§tzung der aktuellen Hochwassergef√§hrdung m√∂glich.

Herausforderungen im Einsatz des THW bei der Bewältigung der Hochwasserkatastrophe 2021
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Das Technische Hilfswerk (THW) ist die operativ taktische Organisation f√ľr den Zivilschutz des Bundes. Sie untersteht dem Bundeministerium des Innern und f√ľr Heimat (BMI). Seit ihrem Gr√ľndungsjahr im Jahr 1950 gew√§hrleisten THW-Einsatzkr√§fte, dass Menschen in Not so schnell wie m√∂glich Hilfe erhalten. Aktuell engagieren sich bundesweit mehr als 80 000 M√§nner und Frauen ehrenamtlich in 668 Ortsverb√§nden. Davon sind mehr als 12 000 M√§dchen und Frauen. Hauptamtlich besch√§ftigt das THW rund 1 800 Mitarbeitende und es gibt zus√§tzlich bis zu 2 000 Bundesfreiwilligendienst-Pl√§tze pro Jahr. Somit arbeiten 97 % der THW-Angeh√∂rigen als Ehrenamtler und engagieren sich in ihrer Freizeit, um Menschen in Not kompetent Hilfe leisten zu k√∂nnen.

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