Stauraumverlandung von Hochgebirgstauseen: Experimentelle Modellversuche mit Mischungen aus Kunststoffgranulat und Sand
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In Hochgebirgsstauseen erfolgt der Sedimenteintrag aus Einzugsgebieten, die durch Vegetationsmangel gepr√§gt sind und dadurch bei Extremereignissen stark erodiert werden. Das eingetragene Sediment ist oftmals eine Mischung aus Kies und Sand sowie kleineren Anteilen aus Schluffen und Tonen. Der Kies wird als Geschiebe transportiert und bildet am oberen Teil des Stausees einen deltaf√∂rmigen Transportk√∂rper, der im Stausee langsam zur Talsperre wandert. Der Sand wird √ľberwiegend in Suspension transportiert und bei den vornehmlich kleineren Staur√§umen bis hin zum Absperrbauwerk abgelagert. Der Sedimenteintrag verringert den Stauraum z. T. deutlich. Da Kies im Wesentlichen als Geschiebe und Sand prim√§r als Suspension in den Stauraum eingetragen werden, m√ľssen diese morphodynamischen Prozesse im physikalischen Modell unterschiedlich betrachtet werden. Im Rahmen von zwei Consulting-Projekten an Talsperren in Chile wurden morphodynamische Experimente f√ľr Staur√§ume durchgef√ľhrt mit dem Ziel, die Stauraumverlandung durch eingetragenes Sediment aus Kies und Sand zu reduzieren. Als Modellsediment wurde eine Mischung aus Sand und Kunststoffgranulat verwendet. Die Ergebnisse zeigten, dass mit den getesteten innovativen Verfahren im physikalischen Modell die Baggerungen im Stausee deutlich reduziert werden konnten.

Die Brauchwasserversorgung aus den westdeutschen Schifffahrtskanälen
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Die westdeutschen Kan√§le sind eine Multifunktionsanlage, die zum einen die Schifffahrt auf den Wasserstra√üen und zum anderen den Verbund von Lippe, Ruhr und Rhein erm√∂glicht mit dem Ziel, kosteng√ľnstiges Brauchwasser f√ľr Kraftwerke, Industrie- und Gewerbe sowie Wasserversorgungsunternehmen aus den Kan√§len bereitzustellen und die Niedrigwasserf√ľhrung der Lippe in Trockenzeiten anzuheben. Der Wasserbedarf ist durch den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel einem Wandel unterworfen.

Der Mehrfacheinstieg-Schlitzpass
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Fischaufstiegsanlagen (FAA) sind so zu dimensionieren, dass das gesamte Fischartenspektrum geeignete r√§umliche und hydraulische Bedingungen f√ľr die Passage vorfindet. F√ľr den FAA-Einstieg ist zus√§tzlich die Auffindbarkeit relevant. Hierf√ľr soll neben der Positionierung des Einstiegs eine gut wahrnehmbare Leitstr√∂mung dienen, die jedoch in der Einstiegs√∂ffnung die Leistungsf√§higkeit schwimmschwacher Arten nicht √ľbersteigen darf. F√ľr rheophile Arten bildet diese Kompromissl√∂sung nicht zwangsl√§ufig einen ausreichenden Stimulus im Sinne einer attraktiven Lockwirkung. Der Mehrfacheinstieg-Schlitzpass soll hierzu einen L√∂sungsansatz bieten.

Weiterentwicklung des integrativen Flussraummanagements in √Ėsterreich durch das LIFE IP IRIS
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Flusseinzugsgebiete sind komplexe Mensch-Umwelt-Systeme, deren nachhaltige Entwicklung durch integrative Ans√§tze unterst√ľtzt werden kann. Mit dem ‚ÄěGew√§sserentwicklungs- und Risikomanagementkonzept‚Äú sollen entsprechende Ans√§tze in der Praxis etabliert werden. Im Rahmen des EU-gef√∂rderten Projektes LIFE IP IRIS wird das Instrument an acht Pilotgew√§ssern in seiner Anwendung erprobt. Durch laufenden fachlichen Austausch zwischen den Bearbeitungs- und Verwaltungsteams sowie die Einbindungweiterer betroffener Sektoren wie Naturschutz oder Raumplanung werden Praxiserfahrungen gesammelt und methodische Grundlagen f√ľr integratives Flussraummanagement in √Ėsterreich geschaffen.

Vom Wassernotstand zum integrierten Wasserkonzept
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Ausgehend von einer akuten Versorgungsknappheit transformiert die Gemeinde M√ľhltal ihre Wasserversorgung mit einem integrierten Wasserkonzept von einem rein operativ getriebenen Betrieb hin zu einer strategisch geleiteten Organisation. Vorhandene Informationen aber auch Projektionen der √∂ffentlichen Wasserversorgung werden zusammengef√ľhrt.

Bewirtschaftungsplan und Maßnahmenprogramm des deutschen Teils der Internationalen Flussgebietseinheit Oder
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Der deutsche Teil der Internationalen Flussgebietseinheit Oder hat am 22. Dezember 2020 den Bewirtschaftungsplan und das Ma√ünahmenprogramm 2021 ‚Äď 2027 der √Ėffentlichkeit zur Stellungnahme bis zum 22. Juni 2021 zur Verf√ľgung gestellt. In den Pl√§nen sind der aktuelle Stand des Zustands der Gew√§sser sowie die erforderlichen Ma√ünahmen zur Erreichung des guten Zustands nach Wasserrahmenrichtlinie dokumentiert.

Partizipation betroffener Akteursgruppen zur Minderung der Nitratbelastung des Grundwassers
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Die Nitratwerte im deutschen Grundwasser sind vielerorts seit √ľber 20 Jahren erh√∂ht. Die EU-Kommission beurteilte entsprechende Gesetzesnovellen der vergangenen Jahre mehrfach als unzureichend. Vorgestellt werden Untersuchungsergebnisse dazu, unter welchen Voraussetzungen kleine partizipative Gremien lokal zu einer Einhaltung der Nitratgrenzwerte in ihrer jeweiligen Region beitragen k√∂nnen.

Baggerseen sind Refugien f√ľr die Artenvielfalt
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Ein Forschungsprojekt zeigt neue Wege f√ľr den Artenschutz an k√ľnstlichen Gew√§ssern. Untersucht werden positive und negative Einfl√ľsse von Angelvereinen und deren Gew√§ssernutzung auf die gew√§ssergebundene Biodiversit√§t.

Staudamm Roßhaupten - vom auffälligen Messwert zur Großbaustelle
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Im Zuge der letzten Vertieften √úberpr√ľfung der Talsperre Ro√ühaupten konnte eine Messstelle identifiziert werden, deren Messwerte einer genaueren √úberpr√ľfung bedurften. Da der aufgezeichnete Verlauf ungew√∂hnlich war, galt es zun√§chst, die dort gemessenen Werte zu verifizieren. Letztlich zeigte sich, dass die ungew√∂hnlichen Messwerte durch erosionsbedingte, stark durchl√§ssige Bereiche im Felsuntergrund hervorgerufen wurden. Die dort stattfindenden hydrodynamischen Bodendeformationen waren bereits so weit fortgeschritten, dass auch Bereiche des Dammkerns in Mitleidenschaft gezogen waren. Um ein weiteres Fortschreiten der Erosion zu vermeiden, wurde eine sofortige Sanierung eingeleitet.

Oberflächenwasserentnahme versus Mindestabfluss im Kontext von WRRL und Klimawandel
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Die Bereitstellung von Wasser als Nahrungsmittel, Rohstoff und f√ľr Brauchwasserzwecke bildet eine zentrale √Ėkosystemleistung der Oberfl√§chengew√§sser und ihrer Auen. Zeitgem√§√üe Bew√§sserungsl√∂sungen m√ľssen sich in Bezug auf die Entnahme an umweltrechtlichen und -fachlichen Ma√üst√§ben messen lassen. Die Mindestwasserf√ľhrung ist zu erhalten. Negative Auswirkungen durch Aufstauma√ünahmen in Flie√ügew√§ssern sollen m√∂glichst vermieden werden.

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