Rechtliche Hebel zum Erreichen der Ziele der Wasserrahmenrichtlinie
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (9/2022)
Damit Deutschland die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie in Zukunft erreichen kann, m√ľssen die Schadstoffeintr√§ge in Gew√§sser reduziert, eine naturnahe Gew√§sserentwicklung erm√∂glicht sowie die Durchg√§ngigkeit von Gew√§ssern wiederhergestellt und verbessert werden. Der Aufsatz beleuchtet einzelne rechtliche Hebel, insbesondere in Rechtsbereichen au√üerhalb des Wasserrechts, um diese Aufgaben anzugehen. Sie zielen darauf ab, Oberfl√§chengew√§sser und das Grundwasser mittel- und langfristig in einen guten Zustand zu bringen.

Wasserkraftnutzung und EG-Wasserrahmenrichtlinie
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (6/2022)
Immer m√§chtiger werden die Forderungen verschiedener Kreise, die Wasserkraftnutzung zu beschr√§nken oder nur noch bei Erf√ľllen massiver gew√§sser√∂kologischer Ma√ünahmen zuzulassen. Was macht das Sinn, wenn das Medium Wasser durch Schmutzstoffe und hier besonders Spurenstoffe schon so ‚Äěverseucht‚Äú ist, dass Gew√§sserorganismen sich unterhalb √ľblicher Kl√§ranlagen gar nicht mehr selbst reproduzieren k√∂nnen?

Beurteilung der Gewässerverträglichkeit von Mischwassereinleitungen mittels kontinuierlichem, chemischphysikalischem Monitoring
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2022)
Im Verbandsgebiet der Emschergenossenschaft wurden die offenen Schmutzwasserl√§ufe durch eine Vielzahl von Ma√ünahmen mit rund 180 Mischwasserbehandlungsanlagen umgestaltet. Die nun abwasserfreien Gew√§sser wurden und werden √∂kologisch verbessert. Zur Beurteilung der Gew√§sservertr√§glichkeit der Mischwassereinleitungen wurden f√ľr das gesamte Emscher-System noch vor dem Bau der Anlagen rechnerische Immissionsnachweise erstellt. Ein umfangreiches Monitoring nach Inbetriebnahme der Anlagen dient der Beurteilung der tats√§chlichen Gew√§ssersituation nach der Umgestaltung und gibt Hinweise auf Verbesserungsm√∂glichkeiten.

ISOBEL - Lebensraumfunktion von Fischaufstiegsanlagen und Auswirkung der Revitalisierungsmaßnahmen auf die Fischfauna
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (3/2022)
In der Iller zwischen Altusried und Lautrach wurde die Wanderung von Fischen durch f√ľnf Fischaufstiegsanlagen, deren Eignung als Lebensraum und die Auswirkung der Revitalisierung von kiesigen Gew√§sserstrukturen untersucht. Es konnte gezeigt werden, dass Fische artspezifisch sowohl Schl√ľsselhabitate im Hauptfluss als auch in Fischaufstiegsanlagen nutzen. Revitalisierungsma√ünahmen m√ľssen immer sowohl im Hauptfluss als auch in nat√ľrlichen und k√ľnstlich angelegtenNebengew√§ssern stattfinden und die Anforderungen der Zielfischarten auf Artniveau betrachtet werden.

Sedimentmanagement in Staustufenketten - Notwendigkeit und Herausforderungen am Beispiel der Lech-Stufe 2 Prem
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (3/2022)
Im Stauraum der Lech-Stufe 2 m√ľndet der Halblech, der mit seiner dynamischen Abflusscharakteristik hohe Sedimentfrachten tr√§gt. Durch ver√§nderte Randbedingungen im Einzugsgebiet des Halblechs kam es in den vergangenen Jahren zu einem best√§ndigen Vorwachsen eines M√ľndungsdeltas. Durch gezieltes Sedimentmanagement sollen die entstandenen Geschiebeareale als Standort der Deutschen Tamariske aufrechterhalten werden, aber auch im Bereich der vorwiegenden Feinsedimentablagerungen die Flachwasserbereiche mit Habitaten f√ľr Watv√∂gel und Laichpl√§tze. Im Rahmen einer systemischen Betrachtung sind sowohl die √∂kologischen als auch morphologischen Eigenschaften der Sedimente zu ber√ľcksichtigten.

Physikalische Grundlagen f√ľr nachhaltiges Sedimentmanagement von Flie√ügew√§ssern
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (3/2022)
Die Planung √∂kologischer Aufwertungen von Flie√ügew√§ssern und ihrer Auen erfordert ein effektives Sedimentmanagement, um nachhaltige morphodynamische Rahmenbedingungen zu erreichen. Interdisziplin√§res Verst√§ndnis der planenden Instanzen ist Grundvoraussetzung f√ľr ein integrales Sedimentmanagement. Dieser Artikel fasst physikalische Grundlagen der fluvialen Morphodynamik zusammen, die den interdisziplin√§ren Dialog zwischen Fachleuten aus den Disziplinen Biologie, √Ėkologie, Flussgebietsmanagement, Projektplanung, Wasserbau und der Beh√∂rden vereinfachen soll.

Optische Methoden ermöglichen neuen Blaualgen-Schnelltest
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2021)
Verf√§rbt sich im Sommer das Wasser in Badeseen und Teichen gr√ľn, dann handelt es sich dabei oft um Blaualgen. Diese k√∂nnen f√ľr Mensch und Tier gef√§hrliche Gifte in sich tragen, so dass immer wieder Gew√§sser von den Beh√∂rden schon vorsorglich gesperrt werden m√ľssen. Ein Physiker- und Physikerinnenteam arbeitet an der Leibniz Universit√§t Hannover an einem Schnelltest, um die giftigen Blaualgen schon vor Ort sicher von den harmlosen zu unterscheiden. Damit k√∂nnen die Kosten f√ľr Wasseruntersuchungen gesenkt und unn√∂tige Gew√§ssersperrungen vermieden werden.

Einfluss des √ľbersaisonalen Niedrigwasserereignisses 2018/19 auf die Bewertungskomponente Makrozoobenthos in Flie√ügew√§ssern Sachsen-Anhalts
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2021)
Durch den Vorher-Nachher-Vergleich der vom Niedrigwasserereignis 2018/19 beeinflussten Zustandsbewertung der Qualit√§tskomponente Makrozoobenthos sollte untersucht werden, ob sich die Folgen des Niedrigwassers in der Zustandsbewertung auf Ebene des Landesmonitorings feststellen lassen w√ľrden. Eine Zustandsverschlechterung war in den Gew√§ssertypen 11 und 16 deutlich erkennbar. Insgesamt fiel die Verschlechterung aber vermutlich aufgrund des bereits √ľberwiegend m√§√üigen und unbefriedigenden Ausgangszustands weniger deutlich aus als vermutet.

Revitalisierung kleinerer Fließgewässer in Sachsen-Anhalt - Konformität statt Individualität
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2021)
In Sachsen-Anhalt wurden im Zeitraum von 2015 bis 2021 √ľber 220 Revitalisierungsma√ünahmen an kleineren Flie√ügew√§ssern durchgef√ľhrt. F√ľr etwa 10 % der Gew√§sserumgestaltungen wurde eine Erfolgskontrolle unter Einbeziehung des Makrozoobenthos (MZB) und der Fischfauna sowie der Gew√§ssermorphologie durchgef√ľhrt. Festgestellt wurden zumeist kleinr√§umige Verbesserungen beim MZB, w√§hrend die Ichthyoz√∂nose nur in wenigen F√§llen den unbefriedigenden oder schlechten Zustand hinter sich lassen konnte. Die Ursache daf√ľr ist die Kleinskaligkeit und Uniformit√§t der weitaus meisten Ma√ünahmen, welche die starke morphologische Degradation der Flie√ügew√§sser nicht √ľberwinden kann. So bleiben auch die MZB- Gemeinschaften trotz messbarer Erfolge sehr vereinheitlicht. F√ľr die Zielerreichung der WRRL im Jahr 2027 ist es erforderlich, zuk√ľnftige Ma√ünahmen spezifischer auf den Gew√§ssertypen abzustimmen und in einem gr√∂√üeren Ma√üstab durchzuf√ľhren.

Fischschutz und Anströmung an Wasserkraftanlagen mit niedrigen Fallhöhen
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (10/2021)
Dem Schutz der Fische bei der flussabw√§rts gerichteten Wanderung kommt zunehmend eine steigende Bedeutung zu. Zur fachgerechten Beurteilung des Fischschutzes an Wasserkraftanlagen mit niedrigen Fallh√∂hen fehlen jedoch nach wie vor wesentliche hydraulische Grundlagen. Im vorliegenden Beitrag wurden diese unter Anwendung numerischer Simulationen sowie physikalischer Modellversuche aufbereitet und dar√ľber hinaus weiterf√ľhrende, wissenschaftlich relevante Aspekte zum Thema Fischschutz untersucht.

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