Werkzeugkasten f√ľr den Umgang mit Starkregenrisiken in Kommunen
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Zur lokalen Bew√§ltigung der Herausforderungen von zunehmenden Starkregenereignissen ben√∂tigen Kommunen effektive, passende Werkzeuge. Hierf√ľr haben zehn Institutionen aus sechs L√§ndern gemeinsam im Projekt Rainman eine frei zug√§ngliche Toolbox erstellt. Sie enth√§lt Methoden zur Risikobewertung und Strategien sowie Ma√ünahmen zur Risikominderung. Die Toolbox unterst√ľtzt kommunale Akteurinnen und Akteure so beim Umgang mit den Risiken aus Starkregen.

Experimentelle Untersuchungen zu Sedimentablagerungen in einer Flusskr√ľmmung am Mittelrhein
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Die Bundesanstalt f√ľr Wasserbau untersucht im gro√üma√üst√§blichen Modellversuch eine f√ľr die Binnenschifffahrt herausfordernde Kr√ľmmung im Mittelrhein bei Oberwesel. In der Flusskr√ľmmung wird die Schifffahrt durch Sedimentanlandungen entlang einer Kiesbank am Innenufer erschwert. Diese Anlandungen werden derzeit durch Baggerung wiederkehrend entfernt. Flussbauliche Ma√ünahmen sollen helfen, den Unterhaltungsaufwand zu vermindern. Eine besondere Herausforderung bei der Modellierung lag darin, das Natursediment auf ein geeignetes Modellsediment zu √ľbertragen. Als Modellsedimente wurden verschiedene Kunststoffgranulate unterschiedlicher Dichte als Granulatmischungen eingesetzt.

Stauraumverlandung von Hochgebirgstauseen: Experimentelle Modellversuche mit Mischungen aus Kunststoffgranulat und Sand
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In Hochgebirgsstauseen erfolgt der Sedimenteintrag aus Einzugsgebieten, die durch Vegetationsmangel gepr√§gt sind und dadurch bei Extremereignissen stark erodiert werden. Das eingetragene Sediment ist oftmals eine Mischung aus Kies und Sand sowie kleineren Anteilen aus Schluffen und Tonen. Der Kies wird als Geschiebe transportiert und bildet am oberen Teil des Stausees einen deltaf√∂rmigen Transportk√∂rper, der im Stausee langsam zur Talsperre wandert. Der Sand wird √ľberwiegend in Suspension transportiert und bei den vornehmlich kleineren Staur√§umen bis hin zum Absperrbauwerk abgelagert. Der Sedimenteintrag verringert den Stauraum z. T. deutlich. Da Kies im Wesentlichen als Geschiebe und Sand prim√§r als Suspension in den Stauraum eingetragen werden, m√ľssen diese morphodynamischen Prozesse im physikalischen Modell unterschiedlich betrachtet werden. Im Rahmen von zwei Consulting-Projekten an Talsperren in Chile wurden morphodynamische Experimente f√ľr Staur√§ume durchgef√ľhrt mit dem Ziel, die Stauraumverlandung durch eingetragenes Sediment aus Kies und Sand zu reduzieren. Als Modellsediment wurde eine Mischung aus Sand und Kunststoffgranulat verwendet. Die Ergebnisse zeigten, dass mit den getesteten innovativen Verfahren im physikalischen Modell die Baggerungen im Stausee deutlich reduziert werden konnten.

Kolkexperimente an Br√ľckenpfeilern unter Sedimenttransportbedingungen mit Polystyrolgranulat
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Br√ľckenzerst√∂rungen durch Auskolkungen erfolgen bei hohen Str√∂mungsintensit√§ten, die im Wasserbaulabor nur schwierig nachzubilden sind. In einer hydraulischen Versuchsrinne mit Sedimentr√ľckf√ľhrung wurden physikalische Modellversuche zur Kolkbildung an Br√ľckenpfeilern unter Klarwasserbedingungen, bei Geschiebetransport und Suspensionstransport durchgef√ľhrt. Als Sediment wurde das Kunststoffgranulat Polystyrol verwendet. Die Flie√ügeschwindigkeiten betrugen das 0,8- bis 8,5-fache der kritischen Geschwindigkeit des Sohlenmaterials. Die maximale Kolktiefe wurde kontinuierlich mit einer endoskopischen Kamera aus dem Inneren eines kreisrunden Plexiglaszylinders gemessen.

Nachbildung von Geschiebesch√ľttkegeln mit Kunststoffgranulaten
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Am Beispiel der Isarm√ľndung in die Donau zeigt sich, dass heterogenes Kiesmaterial im M√ľndungsbereich eines Flusses als sogenannter Sch√ľttkegel abgelagert werden kann. Am Zusammenfluss von Isar und Donau f√ľhrt dies zu Beeintr√§chtigungen der Schifffahrt. Um diese morphologische Situation in einem gegenst√§ndlichen Modell untersuchen zu k√∂nnen, ist ein geeignetes Modellmaterial auszuw√§hlen. Dazu wurden an der Hochschule Magdeburg-Stendal umfangreiche Untersuchungen durchgef√ľhrt, um nachfolgende Laborversuche der Bundesanstalt f√ľr Wasserbau mit der erforderlichen Natur√§hnlichkeit zu erm√∂glichen.

Modelluntersuchungen zum Kolkprozess am Wehr Geesthacht
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Untersuchungen an der Wehranlage Geesthacht zeigen, dass Kolkprozesse in gegenst√§ndlichen Modellen nach wie vor eine Herausforderung darstellen. Einerseits erfordert die Abbildung der morphologischen Prozesse von feinen Sedimenten Kompromisse bei der Natur√§hnlichkeit. Andererseits sind ber√ľhrungslose Methoden erforderlich, um den Kolkprozess im laufenden Versuch zu beobachten. Insgesamt konnten die ma√ügebenden Randbedingungen f√ľr den Kolkprozess aufgezeigt werden, so dass Sicherheit f√ľr die Planung der notwendigen geometrischen Ver√§nderungen des Tosbeckens und f√ľr die Konzeptionierung der Kolksicherungsstrecke besteht.

Versuchsbetrieb mit Sedimentmischungen aus Kunststoffgranulaten
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In gegenst√§ndlichen morphologischen Flussmodellen wird das Natursediment h√§ufig durch Kunststoffgranulate nachgebildet. F√ľr den Umgang mit homogenem Material liegen gute Erfahrungen zum Laboralltag vor. Neuerdings werden Flussmodelle zur Nachbildung weitgestufter Kornverteilungen mit Mischungen aus Granulaten unterschiedlicher Dichte betrieben. Dazu sind neue Verfahren und Ger√§te f√ľr das Wasserbaulabor zu entwickeln. Optische Verfahren k√∂nnen f√ľr eine √úberpr√ľfung der Mischungsverh√§ltnisse verwendet werden. Die Vermessung der Modelltopographien stellte ein ungeahntes Problem dar, da die g√§ngigen Laserscanner nicht in der erforderlichen Genauigkeit bei halbtransparenten Kunststoffen arbeiten, so dass photogrammetrische Methoden besser geeignet sind. Die verwendeten Sedimentmischungen m√ľssen nach einem Versuch wieder getrennt werden. Ein modifizierter Gegenstrom-Sichter wurde entwickelt, welcher die Kunststoffgranulate mit einer hohen Trennsch√§rfe separieren kann.

Anpassung des Hochwasserschutzes am linken Weserufer an der Stadtstrecke in Bremen
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Die Stadtstrecke in Bremen, urspr√ľnglich ein Hochwasserschutzprojekt, umfasst die Umgestaltung des stadtbremischen linken Weserufers auf knapp 2 km. Neben dem Hochwasserschutz sind an dieser st√§dtebaulich exponierten Strecke auch die Schaffung einer stadtr√§umlichen Kante mit gehobener Aufenthaltsqualit√§t und der Ausbau der Nahmobilit√§t vorgesehen. Vorgestellt werden Aspekte und L√∂sungen des Vorplanungsprozesses.

Verluste und Auslegung von Schrägrechen anhand ethohydraulischer Studien
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Als m√∂gliche L√∂sung zur Herstellung des Fischschutzes und der Durchg√§ngigkeit an Wasserkraftwerken hat sich der schr√§g angestr√∂mte Horizontalstabrechen, hier als Schr√§grechen bezeichnet, inzwischen bew√§hrt. Nun wurden anhand wissenschaftlicher Labor- und Feldstudien die Ermittlung der hydraulischen Verluste, d. h. Rechenverluste, am Schr√§grechen und die hydraulischen Signaturen, welche durch den Rechen hervorgerufen werden, untersucht. Die Schutz- und Leitwirkung auf abwandernde Lachssmolts und Aale konnte daran ankn√ľpfend in ethohydraulischen Studien f√ľr unterschiedliche Rechenparameter ermittelt werden.

Sandspeicherd√§mme f√ľr die Wasserversorgung im erosionsreichen Eritrea
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Noch immer gibt es weltweit viele Regionen, in denen Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser haben ‚Äď so etwa im Begu-Tal im Inland des ostafrikanischen Landes Eritrea. Technik ohne Grenzen e. V. und das lokale Water Resource Department arbeiten daher an einer nachhaltigen L√∂sung, um die kritische Wassersituation vor Ort zu entspannen: ein Wasserspeicher, der auf der bew√§hrten Sandspeichertechnik beruht, aber in dieser Gr√∂√üenordnung und Form noch nie umgesetzt wurde. Die vielen H√ľrden werden dabei in enger Zusammenarbeit mit der lokalen Bev√∂lkerung genommen.

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