Software-Tool zur Bewertung der Nachsorgekosten von Deponien
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2022)
Die Nachsorgedauer von Deponien geht zum Teil weit √ľber die Ablagerungsphase hinaus. In √Ėsterreich sind die Betreiber so lange f√ľr die Deponie verantwortlich, bis die zust√§ndige Beh√∂rde entscheidet, dass keine Nachsorgema√ünahmen mehr erforderlich sind um Umweltgef√§hrdungen auszuschlie√üen. Die entsprechenden finanziellen R√ľcklagen sind je nach Deponietyp und abgelagerten Abf√§llen f√ľr Zeitr√§ume zwischen 5 (Bodenaushubdeponien) bis 40 Jahren (ehemalige Hausm√ľlldeponien) zu bilden. Da die tats√§chliche Nachsorgedauer (vor allem von ehemaligen Hausm√ľlldeponien) deutlich l√§nger sein kann als der gesetzliche vorgeschriebene Zeitraum f√ľr die Sicherstellungsberechnung, besteht das Risiko einer Unterfinanzierung der Deponienachsorge.

PFAS im Altlastenbereich ‚Äď Erfahrungen aus Europa und √Ėsterreich
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2022)
Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) sind eine Gruppe synthetischer, persistenter organischer Schadstoffe, die aufgrund ihrer breiten Anwendungsm√∂glichkeiten und ihrer stofflichen Eigenschaften ubiquit√§r in der Umwelt vorkommen. In den vergangenen beiden Jahrzehnten wurden in Europa zahlreiche PFAS-Verunreinigungen in B√∂den und Gew√§ssern identifiziert. Zu den wichtigsten Eintragsquellen z√§hlen die PFAS-produzierende Industrie, die Ausbringung von Reststoffen der Abwassereinigung, die Verwendung PFAS-h√§ltiger Feuerl√∂schsch√§ume, sowie diffuse atmosph√§rische Deposition. In √Ėsterreich wurden in j√ľngster Zeit mehrere Monitoring-Programme und Studien zu der Thematik durchgef√ľhrt. Auf Basis der Ergebnisse wurden in der Folge zwei F√§lle im Detail untersucht, bei denen es durch die Verwendung von L√∂schsch√§umen zu weitreichenden Grundwasserverunreinigungen gekommen ist.

Bestimmung des elementaren Kohlenstoffs in Feststoffproben zur Beurteilung laut Deponieverordnung ‚Äď ein L√∂sungsvorschlag
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2022)
Zur Bestimmung des elementaren Kohlenstoffs in Abfallproben findet die DIN EN 19539 immer h√§ufiger Anwendung. In dieser Norm wird eine temperaturabh√§ngige Differenzierung des Gesamtkohlenstoffs in drei Fraktionen beschrieben, den TOC400, den ROC und den TIC900. Dabei soll sich der elementare Kohlenstoff in der ROC-Fraktion wiederfinden. Da sich der pyrogene Kohlenstoff, welcher f√ľr die Ausnahmeregelung der Deponieverordnung bestimmt werden soll, aber √ľber den gesamten Temperaturbereich verteilt, sollte diese Methode nicht zur Beurteilung des elementaren Kohlenstoffs laut Deponieverordnung herangezogen werden. In der vorliegenden Arbeit wird ein adaptiertes Pyrolyse-Verfahren vorgestellt, welches f√ľr diese Bewertung besser geeignet ist.

Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasen in der Praxis am Beispiel der Deponie Kirschenplantage
© Witzenhausen-Institut f√ľr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (10/2021)
Die Abfallentsorgung Kreis Kassel betreibt im Landkreis Kassel die Deponie Kirschenplantage (DK 2), auf der bis 2005 organikhaltige Siedlungsabf√§lle abgelagert wurden. Um die Stilllegungs- und Nachsorgephase zu verk√ľrzen, wird seit 2014 auf zwei Teilbereichen der Deponie eine in situ-Stabilisierung durchgef√ľhrt, um die Umsetzprozesse im Deponiek√∂rper zu beschleunigen und klimasch√§dliche Treibhausgasemissionen zu verringern. Im Zeitraum 2014 bis 2019 konnten unter Einsatz der hier beschriebenen Ma√ünahmen Deponiegas mit insgesamt 16.474 t CO2-√Ąquivalenten erfasst und behandelt werden.

Neue F√∂rderm√∂glichkeiten zur optimierten Gasfassung und Deponiebel√ľftung im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative
© Witzenhausen-Institut f√ľr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (10/2021)
Seit 1990 konnten in Deutschland die j√§hrlichen Methanemissionen aus Deponien durch rechtliche Anforderungen sowie abfallwirtschaftliche und deponietechnische Ma√ünahmen um ca. 80 % gemindert werden. Trotz dieser Erfolge emittieren die Deponien noch immer etwa 300.000 Tonnen Methan pro Jahr (~ 7,5 Mio. t/a CO2-√Ąquivalente), sodass hier noch erhebliche Minderungspotenziale bestehen.

Sicherung ausreichender Deponiekapazit√§ten in Baden-W√ľrttemberg
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (3/2021)
Sp√§testens seit 2015 zeichnete sich auch in Baden-W√ľrttemberg eine zunehmende Verknappung der Deponiekapazit√§ten ab. Daher erarbeitete das Land in Zusammenarbeit mit den √∂ffentlich-rechtlichen Entsorgungstr√§gern und den kommunalen Spitzenverb√§nden eine landesweite Gesamtbetrachtung der Deponiesituation, um ausreichende Deponiekapazit√§ten f√ľr Baden-W√ľrttemberg sicherzustellen.

Schwermetallbelastung und Behandlung von Aschen aus Abfallverbrennungsanlagen
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (3/2021)
Die Thermische Abfallbehandlung in Abfallverbrennungsanlagen sorgt f√ľr eine Inertisierung des Restm√ľlls bei gleichzeitiger Minimierung von abgas- und abwasserseitigen Emissionen. Da der Gro√üteil der R√ľckst√§nde in verwertbare Sekund√§rprodukte √ľberf√ľhrt wird, f√∂rdert die thermische Abfallbehandlung die Verwirklichung einer Circular Economy in Europa.

Zur Überwachung der Entsorgung von Gewerbeabfällen auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (2/2021)
Mit der novellierten Gewerbeabfallverordnung wurden weitere rechtliche Grundlagen f√ľr die getrennte Erfassung von Abf√§llen und die St√§rkung der stofflichen Verwertung geschaffen. Die auf den ersten Blick klaren rechtlichen Anforderungen treffen in der Praxis auf vielf√§ltige Herausforderungen. Aus der Perspektive einer Abfallbeh√∂rde werden mit der Umsetzung verbundene Aufgaben, Fragen und Herangehensweisen dargestellt.

Abfallberatung ‚Äď mehr als eine √∂kologische Grundausbildung?
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Beginnend mit der Installierung der Abfallwirtschaftsverb√§nde wurde Anfang der 1990er Jahre auch eine qualifizierte Abfallberatung eingef√ľhrt mit dem vorrangigen Ziel die Restabfallmengen zu reduzieren und dar√ľber hinaus eine Verhaltensver√§nderung bei Herstellern und Verbrauchern herbeizuf√ľhren. Am Bei-spiel der damals noch eigenst√§ndigen Gemeinde Hafning mit √ľberwiegend l√§ndlicher Struktur soll gezeigt werden, dass eine fl√§chendeckende Abfallberatung nicht nur eine deutliche Reduzierung des Restabfalls erm√∂glicht, sondern dass diese auch nachhaltig Bestand, und das bis heute, haben kann.

Deponie auf Deponie - Maßnahmen zur Sicherung und Erhaltung bestehender Entwässerungseinrichtungen
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Im Hinblick auf eine geplante Deponieerhöhung werden Anforderungen an Erkundung, Zustandsbewertung und Sicherung von Entwässerungseinrichtungen in und unter der bestehenden Deponie erörtert, Möglichkeiten der Sicherung und Sanierung unter statischen und planerischen Aspekten aufgezeigt. Es werden Varianten zur Erhöhung, Inliner-Sanierung und Erneuerung von Deponieschächten beschrieben und Sanierungsverfahren zur grabenlosen Leitungserneuerung und -renovierung wie Berstlining und Relining näher erläutert.

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