SmartBiomassHeat ‚Äď W√§rme aus Biomasse im Verbund der erneuerbaren Energien
© Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakult√§t Universit√§t Rostock (6/2016)
Der Synthesis Report des IPCC zum 5. Assessment Report aus dem Jahr 2014 unterstreicht die Signifikanz des anthropogenen Klimawandels. Folgerichtig wurde auf der Weltklimakonferenz in Paris Ende 2015 ein neues Klimaabkommen beschlossen, mit dem Ziel den Anstieg der globalen mittleren Temperatur auf maximal 2 ¬įC √ľber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Dar√ľber hinaus wird angestrebt die globale mittlere Temperatur nicht √ľber 1,5 ¬įC ansteigen zu lassen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss bis Mitte des Jahrhunderts ein weitgehender Ausstieg aus der Nutzung von √Ėl, Kohle und Gas zur Energieerzeugung erfolgen, das hei√üt bis 2050 muss die deutsche Energieversorgung m√∂glichst vollst√§ndig auf erneuerbare Energien umgestellt werden.

Welche Rolle spielt holziges Gr√ľngut bei der Erfassung und Verwertung sekund√§rer Energieh√∂lzer?
© Witzenhausen-Institut f√ľr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2015)
Die bundesweiten Ziele zum Ausbau der erneuerbaren W√§rmeversorgung (Anteil von 14 % im Jahr 2020) werden bei Fortschreibung der gegenw√§rtigen Entwicklung voraussichtlich verfehlt. Aufgrund ungen√ľgender Anreize zum Ausbau der Kraft-W√§rme-Kopplung liegen die Ausbaupotenziale derzeit vor allem bei Biomasse-Heizwerken zur Nahw√§rmeversorgung. Im Bereich biogener Festbrennstoffe bestehen bislang ungenutzte Potenziale neben nachwachsenden Rohstoffen und Reststoffen aus der Landwirtschaft nur noch bei sekund√§ren Energieh√∂lzern. Den gr√∂√üten Anteil unter diesen machen holziges Gr√ľngut und holzige Materialien aus der Landschaftspflege aus. W√§hrend Letztere jedoch h√§ufig nur mit hohem finanziellem und logistischem Aufwand als Brennstoff zu mobilisieren und verwerten sind, stellt Ersteres ein vergleichsweise leicht zu erschlie√üendes Brennstoffpotenzial dar.

Kreislauff√ľhrung von Holzaschen - Verwertung im alpinen Wald
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2014)
Das Projekt ‚ÄúAshTreaT‚ÄĚ untersuchte das Ausbringungspotential von unbehandelter Holzasche in alpinen W√§ldern, um durch die R√ľckf√ľhrung der Holzasche in den Wald den N√§hrstoff- und Verwertungskreislauf zu schlie√üen. Eine √∂konomisch und √∂kologisch sinnvolle Verwertung der anfallenden Pflanzenasche im alpinen Raum ist gegenw√§rtig aufgrund von fehlenden Verfahrenstechnologien zur Ascheaufbereitung und mangelnden Logistik- und Ausbringungskonzepten nicht gegeben. Ziel war die Entwicklung eines regional umsetzbaren Verwertungskonzeptes, welches Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik mit einbezieht.

Hydrothermale Extraktion von Schwermetallen aus MVA-R√ľckst√§nden
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2014)
Das L√∂sungsverhalten von Pb, Zn, Cu und Fe unter hydrothermalen Bedingungen im Feinanteil zweier M√ľllverbrennungsschlacken wurde in Abh√§ngigkeit von der Temperatur und von der Zeit untersucht. Das L√∂sungsverhalten von Pb, Zn, Cu und Cd eines Elektrofilterstaubes unter hydrothermalen Bedingungen bei 180 ¬įC und variierenden HCl-Zugaben wurde ebenfalls untersucht. Das Ausgangsmaterial wurde chemisch und mineralogisch mit R√∂ntgenfluoreszenzanalyse (RFA), R√∂ntgenpulverdiffraktometrie (XRD) und Elektronenstrahlmikrosonde (EMS) charakterisiert. Der Schwermetallgehalt in den Eluaten aus den Hydrothermalversuchen wurde mit Atomabsorptions-spektroskopie (AAS) bestimmt. Pb liegt in den M√ľllverbrennungsschlacken entweder elementar oder in oxidischer Form als PbO2 (Plattnerit) vor. Zn-f√ľhrende Phasen sind Fe-Schmelzk√ľgelchen, Larnit, Zn-Nitrat sowie Calcit.

Alternative Methoden zur Behandlung von M√ľllverbrennungsflugaschen
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2014)
In √Ėsterreich fallen durch die forcierte thermische Verwertung von Abf√§llen rund 50.000 Tonnen Rauchgasreinigungsr√ľckst√§nde an, die als gef√§hrlicher Abfall einzustufen sind. Vorwiegend sind dies Flugaschen bzw. Kessel- und Filterst√§ube. Diese werden derzeit entweder mit Zement verfestigt und auf einer Reststoffdeponie abgelagert oder Untertage deponiert. Alternativ zur g√§ngigen Praxis der Entsorgung dieser Flugaschen werden gegenst√§ndlich thermische sowie nasschemische Verfahren untersucht die einerseits eine Dekontamination der Flugaschen erlauben und andererseits eine Ressourcennutzung der in den Aschen enthaltenen Materialien erm√∂glichen.

In die Feuerung integrierte Behandlung von R√ľckst√§nden aus M√ľllverbrennungsanlagen
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2014)
In modernen Rostfeuerungsanlagen mit R√ľckschub-Rost werden in der Feuerung hohe Brennbetttemperaturen bei ausreichender Verweilzeit, effektiver Durchmischung des Brennbettes und ausreichender Luft- bzw. Sauerstoffzuf√ľhrung sichergestellt. Die im Brennbett auch bei konventionellem Betrieb ablaufenden Sinterungs- und Schmelzprozesse erm√∂glichen die Einbindung von gemeinsam mit dem Abfall zur√ľckgef√ľhrten R√ľckst√§nden, bei sicherer Zerst√∂rung der Organika. Diese geschlossenen und prozessintegrierten Stoffkreisl√§ufe erm√∂glichen bei Ber√ľcksichtigung physikalisch-chemischer Randbedingungen die signifikante Reduzierung der zu deponierenden R√ľckstandsmenge bei zus√§tzlich m√∂glicher R√ľckgewinnung von Sekund√§rstoffen wie Metalle und Mineral-Fraktionen.

Qualit√§tssicherung von Ersatzbrennstoffen f√ľr die Zementindustrie am Beispiel der Produktionsanlage ThermoTeam
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2014)
Der Einsatz von Ersatzbrennstoffen (EBS) in der Zementindustrie ist in einem abfallwirtschaftlich hoch entwickelten Land wie √Ėsterreich Stand der Technik und besitzt eine lange Tradition. In den letzten Jahren hat die Qualit√§tssicherung von EBS bedingt durch die Versch√§rfung gesetzlicher Rahmenbedingungen immer mehr an Bedeutung gewonnen. Die gr√∂√üte √Ėsterreichische Ersatzbrennstoffproduktionsanlage ThermoTeam wurde mit Mai 2012 um eine Ausschleusungsanlage (PET- und PVC Aussortierung) auf Basis der Nahinfrarot- Technologie erweitert. Im Zuge eines Forschungsprojektes lag neben der √úberpr√ľfung der Arbeitsweise der installierten Anlage ein Schwerpunkt auf der Erarbeitung eines praktikablen rechtskonformen Probenahmekonzeptes sowie einer kundenspezifischen Identifikation hinsichtlich u.a. Chlorgehalt der angelieferten Abfallstr√∂me.

Ersatzbrennstoffe: Mitverbrennung in Zement- und Kohlekraftwerken in Europa
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2014)
In Europa gewinnt die Mitverbrennung alternativer Brennstoffe in Zementwerken und Kohlekraftwerken zunehmend an Relevanz, da durch die Substitution von Kohle einerseits der teurere Prim√§rbrennstoffbedarf gesenkt und andererseits eine Reduktion des CO2- Aussto√ües erreicht werden kann. Zudem hat die Deponierichtlinie in einigen L√§ndern bereits zur deutlichen Reduzierung deponierter Siedlungsabf√§lle gef√ľhrt, wodurch die thermische Behandlung und damit auch die Mitverbrennung an Bedeutung gewonnen hat und weiter zunehmen wird. Modernisierungsma√ünahmen (durch die Industrieemissionsrichtline bedingt) ‚Äď v.a. im Bereich der Rauchgasreinigung ‚Äď f√ľhren dazu, dass eine Mitverbrennung st√§rker erm√∂glicht wird.

Verbrennung als Verfahrensbestandteil
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2014)
Einfache L√∂sungen f√ľr die Gewinnung von Sekund√§rrohstoffen aus Abf√§llen gibt es nicht, insbesondere wenn sie Mischungen aus unterschiedlichen Stoffen darstellen sowie mit Schadstoffen, Keimen und St√∂rstoffen kontaminiert sind und der gesetzlich geforderte Anspruch auf hochwertiges Recycling mit diesen Abf√§llen zumindest derzeit nicht erf√ľllt werden kann. Hochwertigkeit bedeutet, dass sowohl der Recyclingprozess als auch die r√ľckgewonnenen Produkte qualitativ hochwertig sind und die Umwelt geringstm√∂glich belasten. F√ľr Sekund√§rprodukte bedeutet Hochwertigkeit auch, dass sie qualitativ und m√∂glichst auch wirtschaftlich mit aus prim√§ren Rohstoffen gewonnenen Produkten vergleichbar sind.

Rahmenbedingungen bei der Harmonisierung des Monitorings von Lebensmittelabfällen
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2014)
Das vorliegende Paper befasst sich mit der Diskussion um die Verbindung von front-end und back-end Ans√§tzen und m√∂glichen Auswirkungen auf die zuk√ľnftige Datenlage der europ√§ischen Lebensmittelabfallstatistik. Basis ist eine Harmonisierung der Defi nition von Lebensmittelabfall sowie eine abgestimmte Vorgehensweise bei der Erhebungsmethodik. Der front-end Ansatz umfasst die Messung der Abf√§lle beim Abfallproduzenten (z.B. Handel, Produktion), w√§hrend beim back-end Ansatz die Abfallmengen bei der jeweiligen Verwertungseinrichtung erfasst werden.

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