QualitĂ€tsmanagement von Bioabfall und Kompost – Erfolgreiche Maßnahmen zur Reduzierung von Fremdstoffgehalten
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2019)
Die Entsorgungswirtschaft Soest GmbH hat im Jahr 2016 die „QualitĂ€tsoffensive BioabfĂ€lle“ gestartet. Nach Überzeugung der Kommunen und entsprechender Anpassungen der Abfallsatzungen werden seit Anfang 2017 regelmĂ€ĂŸig Kontrollen bei der Abfuhr der Biotonnen durchgefĂŒhrt. Durch eine konsequente Umsetzung in allen Kommunen und einer begleitenden Öffentlichkeitsarbeit fand ein Umdenken der BĂŒrger und BĂŒrgerinnen statt. Die schon im ersten Jahr erzielte QualitĂ€t des Bördekomposts liegt weit unter den relevanten Grenzwerten der BundesgĂŒtegemeinschaft Kompost (BGK). Um die QualitĂ€t langfristig zu sichern, sind regelmĂ€ĂŸige Kontrollen notwendig. Die Beteiligung an der Kampagne #wirfuerbio unterstĂŒtzt die Öffentlichkeitsarbeit.

Hochwertige Verwertung
© Rhombos Verlag (9/2019)
Wirkungsvolle Anforderungen an die Behandlung von ElektroaltgerĂ€ten helfen, Rohstoffe im Kreislauf zu fĂŒhren und Schadstoffe auszuschleusen

Biologisch abbaubare Werkstoffe (BAW) und Mikrokunststoffe – Problem oder Lösung?
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2018)
Zertifiziert biologisch abbaubare Werkstoffe (BAW) werden aufgrund ihrer chemischen Struktur in industriellen Kompostieranlagen vollstĂ€ndig durch natĂŒrlich vorkommende Mikroorganismen zu Kohlendioxid und Biomasse abgebaut. Durch den vollstĂ€ndigen biologischen Abbau verbleibt kein Mikroplastik im Kompost. Der Einsatz von BAW-Beuteln kann zu einer Verringerung der Fehlwurfrate beitragen, da weniger nicht-abbaubare, konventionelle Beutel zur Sammlung von organischen AbfĂ€llen im Haushalt verwendet werden. Somit leisten BAW einen Beitrag bei der Vermeidung von Mikroplastikpartikeln im Kompost.

Erfassung und QualitÀt von haushaltsstÀmmigen BioabfÀllen
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2018)
Die getrennte Erfassung von BioabfĂ€llen ist ein zentrales Standbein der Recyclingwirtschaft in Deutschland. Mit ca. 10 Millionen Mg getrennt gesammelter Bio- und GrĂŒnabfĂ€lle (Bio- und GrĂŒngut) bzw. rund 125 kg je Einwohner und Jahr stellen diese Fraktionen insgesamt die grĂ¶ĂŸte getrennt erfasste Wertstofffraktion innerhalb der SiedlungsabfĂ€lle dar. Es ist aber auch bekannt, dass die in den RestabfĂ€llen enthaltenen BioabfĂ€lle in der Regel ebenfalls die grĂ¶ĂŸte nicht getrennt erfasste Wertstofffraktion sind.

Neue Methoden der Fremdstoffbestimmung in BioabfÀllen
© UniversitĂ€t Stuttgart - ISWA (6/2017)
Die Erzeugung hochwertiger Recyclingprodukte aus der Kreislaufwirtschaft setzt voraus, dass die verwendeten Ausgangsstoffe geeignet sind und keine Stoffe enthalten, die die QualitĂ€t der Endprodukte oder die Akzeptanz der Marktteilnehmer fĂŒr die Produkte maßgeblich beeintrĂ€chtigen. Dies gilt auch fĂŒr DĂŒngemittel und Bodenverbesserungsmittel, die unter Verwendung von BioabfĂ€llen hergestellt werden.

Maßnahmen des Landkreises Heidenheim zur Reduktion des Fremdstoffanteils im Bioabfall
© UniversitĂ€t Stuttgart - ISWA (6/2017)
Öffentlichkeitsarbeit „Bioabfall“ - AufklĂ€rung ĂŒber verschiedene Medien mit Anzeigen und Berichten - Kundenmagazin „Zukunft“ (auch verschiedene Sprachen) einmal pro Jahr - Vereinszeitschriften und Magazine - GemeindeblĂ€tter und Tageszeitung (PM) - Internetseite - Videotafeln/Kino - Buswerbung und Werbetafeln auf den MĂŒllfahrzeugen

Störstoffmanagement in biogenen AbfÀllen
© Wasteconsult International (5/2017)
Störstoffe in biogenen AbfĂ€llen begleiten die Abfallwirtschaft seit Beginn der getrennten Sammlung vor etwa 25 Jahren, z.B. im österreichischen Bundesland Steiermark seit 1989. Da biogene AbfĂ€lle innerhalb der SiedlungsabfĂ€lle die grĂ¶ĂŸte Wertstofffraktion darstellen, ist fĂŒr diese Abfallfraktion zur Erhöhung von Recyclingquoten in SiedlungsabfĂ€llen vielerorts in Europa eine Zunahme der getrennten Erfassung zu erwarten. Damit steigt aber auch die Störstoff-Problematik aller Marktteilnehmer.

SensorgestĂŒtzte Technologien zur Fremdstoffentfrachtung von Biogut und Komposten
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Störstoffe, wie Kunststoffe, Glas, KSP, Knochen oder Metalle, innerhalb der organischen Fraktionen fĂŒhren bei weiteren aeroben oder anaeroben Behandlungsverfahren zu erheblichen Herausforderungen.

SensorgestĂŒtzte Technologien zur Fremdstoffentfrachtung von Biogut und Komposten
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Mit dem eingesammelten Bioabfall gelangen zunehmend Störstoffe in die Kompost- und VergĂ€rungsanlagen und durchlaufen dort die weiterfĂŒhrenden Prozesse. Letztendlich verbleiben die Störstoffe nach den Prozessen in den Produkten der Anlagen und fĂŒhren hier zu QualitĂ€tseinbußen im Fertigkompost und Strukturmaterial. Vielerorts entstehen durch die Entsorgung der Materialien, und hier insbesondere durch die Entsorgung der Strukturmaterialien in die thermische Verwertung, erhebliche Kosten. Die Lösung zu der vorbenannten Problematik durch die Verschleppung von Störstoffen in die Produkte solcher Anlagen und Anreicherung der Störstoffe in den KreislĂ€ufen sowie steigende Kosten fĂŒr die Entsorgung der verunreinigten Materialien und Störstoffe ist mit der sensorgestĂŒtzten Sortierung mittels UniSort Black-Technologie heute bereits verfĂŒgbar.

Störstoffabscheidung aus Biogut und Komposten
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Die Aufbereitung von Biogut und Komposten ist von zwei sehr gegensĂ€tzlichen Entwicklungen bestimmt: Auf der einen Seite eine starke Zunahme in der Fremd- und Störstoffbelastung des Inputs, auf der anderen Seite die inzwischen sehr hohen QualitĂ€tsanforderungen an die Endprodukte, wie Kompost sowie flĂŒssige und feste GĂ€rreste.

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