Kinetische Modellierung einer Kunststoff Pyrolyse
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Das ReOil Verfahren der OMV Refining & Marketing GmbH ist ein vielversprechender Weg, die Recycling Ziele von Kunststoffverpackungen der Europ√§ischen Kommission zu erreichen. In diesem Pyrolyse Prozess werden gemischte Kunststoffabf√§lle chemisch recycelt und die daraus gewonnen Kohlenwasserstoffe werden wieder zu petrochemischen Grundstoffen oder Treibstoffen weiterverarbeitet. Da die Rentabilit√§t eines solchen Prozesses stark von der verarbeitenden Menge abh√§ngt, muss eine wesentliche Vergr√∂√üerung des Ma√üstabs erfolgen. Zu diesem Zweck wird ein Modell ben√∂tigt, welches aus der Zusammensetzung des Einsatzstroms die Ausbeuten vorhersagen kann und damit die M√∂glichkeit bietet optimale Prozessbedingungen einzustellen. Darum wurde ein Reaktormodell f√ľr die im ReOil Verfahren verwendeten Rohrreaktoren aufgebaut, welches sich der Methode des sogenannten ‚ÄěLumped Kinetic Modeling‚Äú bedient, um die Vielzahl an auftretenden Kohlenwasserstoffspezies erfassen zu k√∂nnen. Mit Hilfe einer Pilotanlage werden Reaktionsdaten f√ľr die Kunststoffpyrolyse gesammelt und so das Modell stetig weiterentwickelt.

√Ėkonomische und √∂kologische Bewertung des Deponier√ľckbaus: Fallbeispiele aus Brandenburg
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Im gegenst√§ndlichen Beitrag wird das Online-Werkzeug OnToL zur √∂kologischen und √∂konomischen Bewertung von Deponier√ľckbauprojekten vorgestellt und die Anwendung zur Bestimmung des Ressourcenpotentials von Altdeponien anhand von zwei Fallbeispielen in Brandenburg illustriert. Die Bewertung der beiden Deponien im Berliner Umland ergibt in Bezug auf das Treibhauspotential Einsparungen gegen√ľber dem Status quo im Ausma√ü von 0,19 bzw. 0,15 Mg CO2-√Ąqu./Mg Abfall. Ein positiver Projektbarwert (50 ‚ā¨/Mg Abfall) ergibt sich jedoch nur f√ľr eine der beiden Altdeponien. Ein wesentlicher Faktor f√ľr die Wirtschaftlichkeit dieses R√ľckbauprojektes ist der hohe Grundst√ľckspreis am Standort (250 Euro pro m¬≤) in Verbindung mit der vorteilhaften Deponiegeometrie (hohes Fl√§che-zu-Volumen-Verh√§ltnis), der zu hohen Erl√∂sen durch die Fl√§chenr√ľckgewinnung f√ľhrt. Dementsprechend stellt diese Deponie eine Ressource dar, die unter den derzeitigen wirtschaftlichen Randbedingungen genutzt werden kann. Insgesamt erm√∂glicht das Online-Werkzeug eine schnelle und einheitlichen Bewertung als Grundlage zur Identifikation und Entwicklung vielversprechender Deponier√ľckbauprojekte.

Einfluss von Durchsatz und Inputzusammensetzung auf die sensorgest√ľtzte Sortierung
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Die sensorgest√ľtzte Sortierung tr√§gt ma√ügeblich zum Recycling von Kunststoffen bei. Diese Technologie wird sowohl in der Vorsortierung von Abfallstr√∂men, zur Gewinnung von Zwischenprodukten, als auch in der Flakesortierung zur Sicherstellung geforderter Qualit√§ten f√ľr das Recycling von Kunststoffen eingesetzt. Die Performance der hierzu eingesetzten Aggregate ist abh√§ngig vom Durchsatz und der Materialzusammensetzung des zu sortierenden Stoffstroms. Diese beiden Faktoren k√∂nnen (tempor√§r) von vorgeschalteten Aufbereitungs- und Sortieraggregaten positiv und auch negativ beeinflusst werden. Die vorliegende Ausarbeitung gibt einen √úberblick √ľber die Ergebnisse bislang durchgef√ľhrter Forschungen, sodass quantitative Aussagen bez√ľglich der Performance von sensorgest√ľtzten Sortierern in Abh√§ngigkeit der genannten Faktoren erm√∂glicht werden. Da sowohl der Durchsatz wie auch die Materialzusammensetzung eines Stoffstroms Schwankungen unterworfen sind, wird die Bedeutung von Schwankungen wie auch ein Ansatz zu deren Quantifizierung diskutiert. Basierend auf diesen Betrachtungen wird das Potential der Stoffstrom√ľberwachung zur Optimierung von Aufbereitungs- und Sortieranlagen diskutiert.

Systemkonzeptionierung von Schredderanlagen im Metall- und Schrottrecycling
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Die vorliegende Systemkonzeptionierung von Schredderanlagen unter dem Einfluss umweltschutzrechtlicher √Ąnderungen, untersucht sowohl formal-rechtliche, verfahrenstechnische als auch wirtschaftswissenschaftliche Aspekte des wertstromorientierten Schredderprozesses. Sie ist ein systemtheoretischer Ansatz, um die wesentlichen Einflussfaktoren auf die Weiterentwicklung von Schredderanlagen im Metall- und Schrottrecycling in einem Kreislaufmodell darzustellen. Der Fokus liegt dabei in der Analyse und Gewichtung technischer Herausforderungen in Folge der Anwendung des europ√§ischen und nationalen Regelwerks in Zeiten volatiler Marktstrukturen, im konjunkturellen Abw√§rtstrend der industriellen Wirtschaft und unter einem anwachsenden Wertstoffverfall des Inputstroms am Gro√üschredder.

Deponie auf Deponie - Maßnahmen zur Sicherung und Erhaltung bestehender Entwässerungseinrichtungen
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Im Hinblick auf eine geplante Deponieerhöhung werden Anforderungen an Erkundung, Zustandsbewertung und Sicherung von Entwässerungseinrichtungen in und unter der bestehenden Deponie erörtert, Möglichkeiten der Sicherung und Sanierung unter statischen und planerischen Aspekten aufgezeigt. Es werden Varianten zur Erhöhung, Inliner-Sanierung und Erneuerung von Deponieschächten beschrieben und Sanierungsverfahren zur grabenlosen Leitungserneuerung und -renovierung wie Berstlining und Relining näher erläutert.

Chemisches Recycling ‚Äď neue Verfahren und neue Player in der Abfallwirtschaft? Stand und Ausblick
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Die nahezu t√§glichen Bilder √ľber teilweise unfassbare Verschmutzungen von Meeren, Fl√ľssen und urbanem Raum mit verschiedenartigsten Kunststoffabf√§llen haben sowohl auf politischer Ebene wie auch auf rechtlicher und technischer Ebene richtungsweisende Reaktionen ausgel√∂st: Die Europ√§ische Union hat mit ihrer Kunststoffstrategie, mit der Richtlinie √ľber Einwegartikel aus Kunststoffen und mit der Forderung nach einem Mindestrezyklatgehalt in Kunststoffgetr√§nkegebinden aus globaler Sicht eine Vorreiterrolle eingenommen und umweltpolitisch starke Akzente gesetzt. Hersteller von Verpackungen aus Kunststoffen, Kunststoffproduzenten aber auch die chemische Industrie als Hersteller diverser Grundstoffe sind durch die globale Berichterstattung √ľber das Kunststoffabfallproblem sowohl medial als auch aus rechtlicher Sicht unter Handlungsdruck geraten.

Finden unsere zuk√ľnftigen Stoffstr√∂me einen Markt?
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Das neue Kreislaufwirtschaftspaket der EC stellt eine wichtige Basis f√ľr die St√§rkung und Weiterentwicklung des Recyclings in Europa. In Ersatzbrennstoffherstellungsanlagen (EBS-Anlagen) werden Metallfraktionen standardgem√§√ü aussortiert und stellen eine wichtige Ressource f√ľr die Metallindustrie dar.

Mechanische Abfallbehandlungsanlage der Zukunft
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Um die Digitalisierung in den Abfallbehandlungsanlagen vorantreiben zu k√∂nnen, muss zun√§chst ein tieferes Verst√§ndnis √ľber das Verhalten von Abfallbehandlungsmaschinen als auch √ľber das zu verarbeitende Material erlangt werden. Die Kenntnis wie sich Maschinen und Stoffstr√∂me gegenseitig beeinflussen, ist eine notwendige Voraussetzung zur sensorischen √úberwachung dieser, und in weiterer Folge zur dynamischen Steuerung dieser Abfallbehandlungsanlagen.

Ergebnisse am Pilotversuch Wertstoffscanner ‚Äď Abfallvermeidungspotential
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Der Wertstoffscanner wurde 2018 das erste Mal vorgestellt. Seitdem werden unterschiedliche Experimente und Pilotversuche durchgef√ľhrt. In jeder Region ist die Ausgangslage und die Art der Kommunikationsunterst√ľtzung unterschiedlich, deshalb ist auch die Auswirkung des Wertstoffscanners auf die Trennqualit√§t nicht einheitlich. Die Resultate bisher zeigen aber, dass man mit solch einem System das Trennverhalten von B√ľrgern in den meisten F√§llen deutlich verbessern kann. Bisherige Pilotversuche haben die Klassifikation von Restm√ľll und Biom√ľll als Hauptfraktion beinhaltet. Um die EU-Vorgaben hinsichtlich der Recyclingquoten zu erreichen, ist der Einsatz innovativer Systeme unumg√§nglich.

Vertiefende Ursachenermittlung zu Brandereignissen in der österreichischen Abfall-, Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Die √∂sterreichische Abfall-, Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft (AbER) steht in den letzten Jahren vor der zunehmend gr√∂√üer werdenden Herausforderung rasant steigender Brandstatistiken. In diesem Beitrag werden 559 Brandereignisse aus √∂sterreichischen AbER-Unternehmen der letzten zw√∂lf Jahre (2007‚Äď2019) untersucht.

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