Der induktive Inline-Ofen f√ľr Recycling und Verwertung mineralischer Abf√§lle und Reststoffe
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2022)
Bei der der Herstellung von D√§mmstoffprodukten aus Mineralwolle entstehen im st√∂rungsfreien Betrieb beachtliche 15-25 % Abf√§lle, bezogen auf die eingesetzten mineralischen Rohstoffe. Mit dem bekannten Stand der Technik kann dieser Anteil nicht weiter reduziert werden. Mit den allseits verwendeten aufwendigen Verfahren der Brikettierung und der Zur√ľckf√ľhrung von zerkleinerten faserigen Abf√§llen in den Strom der neu erzeugten Fasern kann nur ein Teil der Produktionsabf√§lle recycelt werden. Der Rest gelangt auf Deponien.

Der Wertstoff Porenbeton-Bruch ‚Äď Vorschlag f√ľr eine umfassende Verwertungsstrategie
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2022)
Der Baustoff Porenbeton erfreut sich in Deutschland seit den 1960er Jahren gro√üer Beliebtheit, da sich aus dem spezifisch leichten mineralischen Baustoff tragende monolithische Wandkonstruktionen errichten lassen, ohne zus√§tzliche D√§mm-Ma√ünahmen f√ľr den W√§rmeschutz von beheizten Geb√§uden vornehmen zu m√ľssen. Die f√ľr den Prim√§rbaustoff Porenbeton vorteilhaften Eigenschaften, wie beispielsweise geringe Rohdichte und gute W√§rmed√§mmung, kehren sich f√ľr den Reststoff im Bauschuttstrom in Nachteile um: Geringe Kornfestigkeit, hohes Wasseraufnahmeverm√∂gen, geringe Witterungsbest√§ndigkeit.

Nachhaltigkeit im Erdbau ‚Äď Zeitweise flie√üf√§hige selbstverdichtende Verf√ľllbaustoffe aus mineralischen Baurestmassen
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2022)
Mineralische Baurestmassen (z. B. Bodenaushub und Bauschutt) stellen nicht nur in Deutschland j√§hrlich den gr√∂√üten Abfallstrom dar und m√ľssen gem√§√ü dem deutschen Kreislaufwirtschaftsgesetz m√∂glichst hochwertig wiederverwendet werden. Obwohl die Wiederverwendung mineralischer Baurestmassen in Deutschland mittlerweile weit fortgeschritten ist, gibt es f√ľr einige Stofffraktionen mit vergleichsweise ung√ľnstigen erdbautechnischen Eigenschaften h√§ufig keine hochwertige Verwertungsm√∂glichkeit, weshalb diese nach wie vor verf√ľllt oder gar beseitigt werden.

Mining the Future ‚Äď Untersuchungen zur Tunnelausbruchverwertung am Beispiel des Future Circular Collider am CERN
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2022)
CERN (Conseil Europ√©en pour la Recherche Nul√©aire) ist mit ca. 3400 Mitarbeiter, 23 Mitgliedstaaten und mit mehr als 14.000 Gastwissenschaftlern aus 85 L√§ndern das weltweit gr√∂√üte Forschungszentrum f√ľr Teilchenphysik. Mit dem Nachweis des Higgs-Boson gelang 2012 einer der gr√∂√üten Erfolge im Bereich der experimentellen Physik. Mit dem Future Circular Collider (FCC) soll ein neuer Teilchenbeschleuniger zur Verf√ľgung stehen, der mit einer L√§nge von ca. 100 km eine der gr√∂√üten jemals gebauten unterirdischen Infrastrukturen darstellen wird.

Nachhaltige Potenziale Deponiegas/Optimierung Gaserfassung/ praktische Bestimmung Gaserfassungsgrad
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2022)
In Siedlungsabfalldeponien entsteht bei der Umsetzung biogener Organik methanhaltiges Deponiegas, welches ein sehr großes Treibhausgaspotenzial aufweist. Dieses Deponiegas in ausreichender Form in einem heterogenen Haufwerk (Deponiekörper) adäquat zu erfassen, gestaltet sich, aus jahrzehntelangen Erfahrungen heraus, als äußerst schwierig (komplexes System eines physikalischen Aufbaus, Aktivierung biologischer und biochemischer Abbaubauprozesse, unterschiedliche Temperatur- und Unterdruckniveaus, etc.).

Wieviel Recycling steckt in einer Tonne Zement?
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2022)
Zement ist ein hydraulisches Bindemittel, welches in Kombination mit Wasser infolge einer chemischen Reaktion selbstst√§ndig erh√§rtet und raumbest√§ndig bleibt. Daher ist Zement ein essentieller Bestanteil von M√∂rtel und Beton, da er die dauerhafte Bindung zwischen nat√ľrlichen oder k√ľnstlichen Zuschlagsstoffen zu einem festen Baumaterial erm√∂glicht (Locher 2000). Beton ist nach Wasser das am zweith√§ufigsten verbrauchte Material der Welt und das am h√§ufigsten verwendete Baumaterial, wobei Beton neben seinen hervorragenden bautechnischen Eigenschaften auch √∂kologische Nachteile mit sich bringt (Makul 2020).

Papier oder Bioplastik? Gegen√ľberstellung zweier Vorsammelhilfen f√ľr biogene Abf√§lle
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2022)
Im Rahmen der Arbeit von Paul Demschar und Josef Adam wurden zwei Versuche durchgef√ľhrt. Eine h√§usliche Projektstudie zur Erhebung subjektiver Sichtweisen und daraus ein Vergleich von Vorsammelhilfen aus Papier und kompostierbarem Kunststoff aus Sicht der Konsumenten. Den zweiten Versuch stellte ein Verdunstungsversuch dar. Dieser lieferte objektive Werte dar√ľber, bei welcher Vorsammelhilfe der gr√∂√üte Gewichtsverlust in Folge von Verdunstung auftritt. Zus√§tzlich wurde eine Marktrecherche durchgef√ľhrt, um das Angebot an Vorsammelhilfen f√ľr biogene Abf√§lle im lokalen Handel abzubilden und die Preisstruktur der verschiedenen Bioabfalls√§cke herauszuarbeiten.

Pr√ľfung und Testierung der Recyclingf√§higkeit ‚Äď Anforderungs- und Bewertungskatalog
© Witzenhausen-Institut f√ľr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (10/2021)
Recyclingf√§higkeit bedeutet Konformit√§t der Verpackungsgestaltung zu den Erfordernissen einer tats√§chlichen Kreislauff√ľhrung der Verpackungswerkstoffe und wird somit durch M√∂glichkeiten und Grenzen praktisch ausgef√ľhrter Recyclingpfade vorherbestimmt. Das Institut cyclos-HTP (CHI) hat unter diesen Pr√§missen und unter Anwendung der relevanten Normen bereits 2011 einen zwischenzeitlich weithin etablierten Pr√ľfstandard zur Bemessung der Recyclingf√§higkeit entwickelt, der es erm√∂glicht, eine quantitative (graduelle) Klassifizierung vorzunehmen. Der Messstandard wird im Vortrag in Grundz√ľgen erl√§utert.

Biologische Metallr√ľckgewinnung aus Aschen und Schlacken nach der M√ľllverbrennung
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
W√§hrend der Verbrennung von Haushaltsm√ľll entstehen gr√∂√üere Mengen an Reststoffen wie Aschen und Schlacken, deren Entsorgung aufgrund der hohe Schwermetallkonzentrationen aufwendig und kostenintensiv ist. Heutzutage en-den diese Reststoffe auf Deponien, was mit einem Verlust von potentiell wertvollen Metallen einhergeht. Die biologische Laugung von diesen Stoffen kann eine umwelt-freundliche und kosteng√ľnstige Alternative zur Entsorgung darstellen und bietet im Vergleich zu konventionellen Methoden der Metallr√ľckgewinnung Vorteile wie einen geringeren Einsatz von S√§uren, keine Emission von giftigen Gasen und eine niedrigere Prozesstemperatur. Acidophile Bakterien wie Acidithiobcillus ferrooxidans, Acidithiobacillus thiooxidans und Leptospirillum ferrooxidans k√∂nnen Metalle durch en-zymatische Oxidation von Eisen oder Schwefel l√∂sen und wurden in dieser Arbeit auf ihre Effektivit√§t untersucht. Anhand erster Ergebnisse konnte festgestellt werden, dass A. ferrooxidans bis zu 100 % an Zn, Cu und Cd, sowie rund 60 % an Mn und Ni aus den Aschen und Schlacken l√∂sen konnte.

Recycling von Al-Schrotten mit hohem Organikanteil
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Beim Al-Recycling sind zwei grundlegende Verfahrensvarianten zu unterscheiden. Umschmelzwerke (Remelter) dienen der Produktion von Knetlegierungen durch Ein-satz wenig verunreinigter Schrotte. St√§rker kontaminierte Materialien, zu denen auch Al-Schrotte mit hohem Organikanteil z√§hlen, gelangen unter Verd√ľnnung mit Reinaluminium und Zusatz von Salzen in Schmelzh√ľtten (Refiner), wo Gusslegierungen hergestellt werden. Im Rahmen des Beitrags erfolgte die Erl√§uterung von industriell eingesetzten Verfahren zum Recycling von Al-Schrotten mit hohem Organikgehalt. In diesem Zusammenhang wird auch auf die Notwendigkeit von ausreichenden Industrieanlagen zum Schlie√üen der Kreisl√§ufe¬īeingegangen.

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