Mining the Future ‚Äď Untersuchungen zur Tunnelausbruchverwertung am Beispiel des Future Circular Collider am CERN
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2022)
CERN (Conseil Europ√©en pour la Recherche Nul√©aire) ist mit ca. 3400 Mitarbeiter, 23 Mitgliedstaaten und mit mehr als 14.000 Gastwissenschaftlern aus 85 L√§ndern das weltweit gr√∂√üte Forschungszentrum f√ľr Teilchenphysik. Mit dem Nachweis des Higgs-Boson gelang 2012 einer der gr√∂√üten Erfolge im Bereich der experimentellen Physik. Mit dem Future Circular Collider (FCC) soll ein neuer Teilchenbeschleuniger zur Verf√ľgung stehen, der mit einer L√§nge von ca. 100 km eine der gr√∂√üten jemals gebauten unterirdischen Infrastrukturen darstellen wird.

Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie zum R√ľckbau von Deponien in Brandenburg
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2022)
Im Rahmen eines COCOON-Projektes wurde im Jahr 2020 von der Universit√§t Kassel, Fachgebiet Ressourcenmanagement und Abfalltechnik eine Studie zur Machbarkeit des R√ľckbaus von Deponien im Berliner Umland zur Gewinnung von Grund und Boden durchgef√ľhrt. In der Fortf√ľhrung der Machbarkeitsstudie wurden 9 vorausgew√§hlte Standorte im ‚ÄěSpeckg√ľrtel‚Äú von Berlin detaillierter im Hinblick auf Lage, Ausdehnung, Ablagerungsvolumen, abgelagerte Abfallarten sowie aktuelle R√ľckbau- und Entsorgungskosten einerseits und Baulandkosten/potenziellen Erl√∂s andererseits untersucht. Im Ergebnis wurden 3 Altlablagerungen/Deponien identifiziert, an denen ein R√ľckbau der abgelagerten Abf√§lle wirtschaftlich sinnvoll sein kann. Eine Empfehlung zur Detailbetrachtung dieser Standorte wurde ausgesprochen. Im n√§chsten Schritt sollte die jeweilige Gemeinde feststellen, ob sie das R√ľckbauprojekt weiter planen lassen m√∂chte.

Verbesserung der Sammelqualität biogener Abfälle
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2022)
Der Kunststoffanfall in biogenen Abf√§llen gef√§hrdet immer mehr die Verwertung biogener Abf√§lle zu Kompost als D√ľnger und Bodenverbesserer, die eine tragende S√§ule der modernen Kreislaufwirtschaft ist. Beschwerden √ľber den sichtbaren Kunststoffgehalt in Kompost nehmen stark zu. Als Folge davon sinken die Vermarktungserl√∂se f√ľr Kompost, wodurch die √úbergabekosten der Kommunen an die Kompostierer steigen und R√ľckweisungen zu stark st√∂rstoffbehafteter Chargen an die Kommunen erfolgen. In der Steiermark haben beispielsweise einzelne Kompostierer ihre √úbernahmevertr√§ge mit Kommunen aufgrund der hohen St√∂rstoffbelastungen gek√ľndigt. Fallweise m√ľssen sich die Kommunen zumindest verpflichten, aussortierte Kunststoffe vom Kompostierer zur√ľckzunehmen, was zus√§tzlich steigende Kosten verursacht.

OBOMa - eine Software zur Betriebsoptimierung von M√ľllverbrennungsanlagen
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2022)
Die thermische Verwertung von Abf√§llen hat sich in vielen L√§ndern zu einer wesentlichen S√§ule der Abfallwirtschaft entwickelt. Sie erm√∂glicht es, gemischte Abf√§lle zu verwerten, dabei Energie (W√§rme und/oder Strom) zu gewinnen und negative Umweltauswirkungen wie Methanemissionen oder persistente Sickerwasseremissionen, die bei einer Deponierung dieser Abf√§lle entstehen w√ľrden, zu minimieren (Brunner & Rechberger 2015, Zhang et al. 2015). Innerhalb der Europ√§ischen Union werden derzeit nahezu 90 Millionen Tonnen an Siedlungsabf√§llen einer thermischen Verwertung zugef√ľhrt.

Ma√ünahmenrelevante Faktoren auf Restm√ľllzusammensetzung und Altstofferfassungsgrade in √Ėsterreich
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2022)
Das Ziel des 2017 abgeschlossenen Forschungsprojekts ‚ÄěErstellung eines Leitfadens f√ľr die Durchf√ľhrung von Restm√ľll ‚Äď Sortieranalysen‚Äú war es, √∂sterreichweit vergleichbare Daten √ľber die gemischten Siedlungsabf√§lle zu erhalten, um gezielt bundesweite oder regionale abfallwirtschaftliche Ma√ünahmen insbesondere im Bereich der Sammelinfrastruktur und √Ėffentlichkeitsarbeit setzen zu k√∂nnen (Beigl 2020). Damit soll die Abfallvermeidung forciert und der Anteil der getrennt zu sammelnden und somit stofflich verwertbaren Abfallfraktionen gesteigert werden. Im Leitfaden wurde erstmals eine √∂sterreichweit verbindliche Methodik festgelegt, die abfallwirtschaftliche, abfalltechnische und statistische Kriterien erf√ľllt.

Digital Waste ‚Äď Der Abfall, der √ľbersehen wird!
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2022)
Digital Waste umschreibt die vielf√§ltigen Formen der Inanspruchnahme unserer Umwelt durch die digitale Welt. Die unbegrenzt erfolgende digitale Speicherung von Dokumenten, Fotos und Videos in der Cloud und auf lokalen Datentr√§gern gleicht einer gewaltigen Digitaldeponie, die Energie zum Betrieb und zur K√ľhlung der Rechenzentren ben√∂tigt. Gleichsam fragmentieren Datentr√§ger und werden unnutzbar. Der vorliegende Beitrag widmet sich einem Thema, das in der Wissenschaft noch nicht ausreichend beleuchtet wird, was auch mit der Intransparenz des Systems zu tun hat.

Neue Wege beim Wiederaufbau der Bioabfallvergärungsanlage Leonberg
© Witzenhausen-Institut f√ľr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2022)
Durch einen Gro√übrand im September 2019 wurde die Bioabfallverg√§rungsanlage des Landkreises B√∂blingen fast vollst√§ndig zerst√∂rt. Erst etliche Monate vorher hatten die beiden Landkreise B√∂blingen und Esslingen f√ľr die Vertiefung der interkommunalen Zusammenarbeit eine gemeinsame Gesellschaft ‚Äď die Bioabfallverwertung GmbH Leonberg ‚Äď gegr√ľndet. Die bisherige Anlage sollte erweitert werden, um zus√§tzlich zu den Bioabf√§llen aus dem Landkreis B√∂blingen auch Bioabf√§lle aus dem Landkreis Esslingen an diesem Standort zu verwerten. Nach den Aufr√§umarbeiten und einem neuen Genehmigungsverfahren entsteht nun hier in Leonberg die gr√∂√üte Bioabfallverg√§rungsanlage in Baden-W√ľrttemberg mit einer Verarbeitungskapazit√§t von 72.000 Mg pro Jahr (60.000 Mg Bioabf√§lle zuz√ľglich 12.000 Mg Gr√ľnabf√§lle).

Störstofffreie Biotonne durch Verbraucherkommunikation und Tonnenkontrollen mit der geodatenbasierten Handy-App
© Witzenhausen-Institut f√ľr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2022)
Im Kreis Borken wurde anhand von 90 Chargenuntersuchungen und zw√∂lf Bioabfallanalysen festgestellt, dass ca. 25 % der erfassten Bioabfallanlieferungen nicht die neuen Anforderungen der novellierten BioAbfV einhalten. Mit den Abfallberatern der St√§dte und Gemeinden wurden Strategien f√ľr eine sortenreinere Erfassung von Bioabf√§llen entwickelt. Neben der gezielten Verbraucherinformation wurden Tonnenkontrollen mit einer geobasierten Handy-App durchgef√ľhrt. In einem Pilotversuch wurde der St√∂rstoffgehalt innerhalb von einem Jahr durch gezielte Verbraucherkommunikation von 3,5 auf 1,75 % und durch Tonnenkontrollen weiter auf 0,4 % reduziert.

Kinetische Modellierung einer Kunststoff Pyrolyse
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Das ReOil Verfahren der OMV Refining & Marketing GmbH ist ein vielversprechender Weg, die Recycling Ziele von Kunststoffverpackungen der Europ√§ischen Kommission zu erreichen. In diesem Pyrolyse Prozess werden gemischte Kunststoffabf√§lle chemisch recycelt und die daraus gewonnen Kohlenwasserstoffe werden wieder zu petrochemischen Grundstoffen oder Treibstoffen weiterverarbeitet. Da die Rentabilit√§t eines solchen Prozesses stark von der verarbeitenden Menge abh√§ngt, muss eine wesentliche Vergr√∂√üerung des Ma√üstabs erfolgen. Zu diesem Zweck wird ein Modell ben√∂tigt, welches aus der Zusammensetzung des Einsatzstroms die Ausbeuten vorhersagen kann und damit die M√∂glichkeit bietet optimale Prozessbedingungen einzustellen. Darum wurde ein Reaktormodell f√ľr die im ReOil Verfahren verwendeten Rohrreaktoren aufgebaut, welches sich der Methode des sogenannten ‚ÄěLumped Kinetic Modeling‚Äú bedient, um die Vielzahl an auftretenden Kohlenwasserstoffspezies erfassen zu k√∂nnen. Mit Hilfe einer Pilotanlage werden Reaktionsdaten f√ľr die Kunststoffpyrolyse gesammelt und so das Modell stetig weiterentwickelt.

Circularity by Design ‚Äď K√∂nnen tempor√§re Wohnformen nachhaltig gestaltet werden?
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Die Umweltauswirkungen verschiedener Wirtschaftssektoren sind angesichts der drohenden Auswirkungen des Klimawandels in den Fokus ger√ľckt. Die Baubranche gilt als ein Sektor mit besonders gro√üen Auswirkungen: Nach Angaben der Europ√§ischen Kommission ist der Bau und die Nutzung von Geb√§uden in der EU f√ľr fast die H√§lfte aller gewonnenen Materialien und des Energieverbrauchs, sowie f√ľr etwa ein Drittel des Wasserverbrauchs verantwortlich (European Commission 2014). Daher wurde der Bausektor im Aktionsplan f√ľr die Kreislaufwirtschaft als einer der vorrangigen Bereiche definiert (European Commission 2015). In diesem Konferenzbeitrag steht tempor√§res Wohnen, und damit ein Teilbereich des Bausektors im Mittelpunkt. Darunter versteht man die Bereitstellung von Unterk√ľnften f√ľr Menschen f√ľr einen bestimmten, zeitlich begrenzten Zeitraum an einem bestimmten Ort.

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