Energieversorgung 2050 ‚Äď Herausforderungen f√ľr die Abfallwirtschaft
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Die Erreichung der Ziele des Pariser Klima√ľbereinkommens be-dingt in verschiedenen Bereichen gro√üe √Ąnderungen, etwa in der Energieaufbringung, im Verkehrswesen oder im Geb√§udesektor. Bei der Energieaufbringung wird von einem massiven Ausbau der Windkraft sowie der Photovoltaik ausgegangen, bei der Mobilit√§t von einem weitgehenden Umstieg auf Elektromobilit√§t. Dies wird auch massiven Einfluss auf das Abfallaufkommen in der Zukunft haben. In einem Szenario des Umweltbundesamtes steigt die installierte Leistung von Photovoltaikanlagen zwischen 2017 und 2050 von 1.270 MW auf 26.400 MW, jene von Windkraftanlagen von 2.844 auf 10.500 MW und die Anzahl an batteriegetriebenen Pkws von 18.500 auf 5,3 Mio. St√ľck. Entsprechend werden nach der Nutzungsdauer zunehmend gr√∂√üere Mengen an Abf√§llen anfallen, f√ľr die teilweise Recyclingtechnologien noch in Entwicklung sind.

Circular by Design (CbD) - Ressourcenwende √ľber nachhaltiges Produktdesign am Fallbeispiel K√ľhl-/Gefrierger√§te
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2020)
Um zuk√ľnftig eine stabile Versorgung der deutschen Wirtschaft mit Rohstoffen sicherzustellen, bedarf es dringend eines Umdenkens in der Rohstoffnutzung und beim lebenszyklusweiten Stoffstrommanagement. Im Jahr 2010 wurden beispielsweise nur 14 Prozent der in Deutschland eingesetzten Rohstoffe aus Schrott gewonnen, bei Recyclingkosten von √ľber 50 Milliarden Euro. F√ľr Metalle wie Aluminium, Stahl oder Kupfer, die sich in vielen Konsumg√ľtern befinden, lag der Anteil an Sekund√§rrohstoffen bei der Gesamtproduktion in Deutschland im Jahr 2016 gerade einmal bei 40 Prozent (Europ√§ische Kommission, 2016). Eine wesentliche Ursache daf√ľr ist, dass bei der Herstellung bzw. Neukreation von Produkten (Produktdesign) die Kreislauf- und Recyclingf√§higkeit am Lebenszyklusende (EoL) bisher kaum mitgedacht wird. Hier setzt das Projekt ‚ÄěCircular by Design‚Äú an, um an einem konkreten Haushaltsprodukt zu zeigen, welche Materialeffizienzpotenziale im Hinblick auf die R√ľckgewinnung der enthaltenen Rohstoffe, sowohl bez√ľglich des konstruktiven Produktdesigns als auch der Materialauswahl, vorhanden sind.

Wertstoffhöfe als Beitrag zum nachhaltigen Recycling in Berlin
© Witzenhausen-Institut f√ľr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Die einschl√§gigen Gesetze und Verordnungen verpflichten den √∂ffentlich-rechtlichen Entsorgungstr√§ger, nicht aber den privaten Abfallerzeuger, den Anteil der stofflich recycelten Fraktionen von den √ľberlassenen Abf√§llen zu steigern oder einer h√∂herwertigen Stufe der Abfallhierarchie zuzuf√ľhren. Der √∂rE kann zwischen verschiedenen Abfallerfassungs- und Behandlungsverfahren w√§hlen, um die abfallwirtschaftlichen Zielvorgaben zu erreichen. In dem folgenden Beitrag werden verschiedene M√∂glichkeiten verglichen, die dem √∂rE zur Verf√ľgung stehen. Der Wertstoff- oder Recyclinghof ist eine dieser M√∂glichkeiten der Erfassung.

bifa-Text Nr. 67: Umweltrisiken der Nanotechnologie: Sicherung der Kreislaufwirtschaft mit biologischen Testverfahren
© bifa Umweltinstitut GmbH (3/2016)
Es wurde vom bifa Umweltinstitut die Wirkung ausgewählter Nanomaterialien auf aerobe und anaerobe Abbauvorgänge in verschiedenen biologischen Testverfahren untersucht.

Gewinnung von Metallen aus Klärschlamm und MV-Schlacken mittels hyperakkumulierender Pflanzen
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2014)
Die Anreicherung von Metallen aus diffus vorliegenden Konzentrationen, wie sie z.B. in Kl√§r- und Abwasserschl√§mmen oder M√ľllverbrennungsr√ľckst√§nden vorliegen, ist √ľber derzeit verf√ľgbare technische Systeme nur unter gro√üem Energie- und Ger√§teaufwand m√∂glich. In diesem Projekt wurde die Nutzbarkeit von hyperakkumulierenden Pflanzen, die in ihrem Gewebe Metalle anreichern k√∂nnen, untersucht, um Metallressourcen aus Reststr√∂men zu gewinnen. Mittels Test- und Analysereihen konnten Informationen gewonnen werden, unter welchen Rahmenbedingungen gewisse Pflanzenarten Chrom, Kobalt, Mangan, Nickel, Vanadium, Zink und auch einige seltene Erden in versprechenden Mengen anreichern. Mittels Konsultationen mit Experten und Stakeholdern aus Industrie und Abfallwirtschaft wurden Aufarbeitungsstrategien des ‚ÄěBio-Erzes‚Äú vorsondiert, um tats√§chlich reine Metalle aus dem angereicherten Pflanzengewebe zu gewinnen.

Hydrothermale Extraktion von Schwermetallen aus MVA-R√ľckst√§nden
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2014)
Das L√∂sungsverhalten von Pb, Zn, Cu und Fe unter hydrothermalen Bedingungen im Feinanteil zweier M√ľllverbrennungsschlacken wurde in Abh√§ngigkeit von der Temperatur und von der Zeit untersucht. Das L√∂sungsverhalten von Pb, Zn, Cu und Cd eines Elektrofilterstaubes unter hydrothermalen Bedingungen bei 180 ¬įC und variierenden HCl-Zugaben wurde ebenfalls untersucht. Das Ausgangsmaterial wurde chemisch und mineralogisch mit R√∂ntgenfluoreszenzanalyse (RFA), R√∂ntgenpulverdiffraktometrie (XRD) und Elektronenstrahlmikrosonde (EMS) charakterisiert. Der Schwermetallgehalt in den Eluaten aus den Hydrothermalversuchen wurde mit Atomabsorptions-spektroskopie (AAS) bestimmt. Pb liegt in den M√ľllverbrennungsschlacken entweder elementar oder in oxidischer Form als PbO2 (Plattnerit) vor. Zn-f√ľhrende Phasen sind Fe-Schmelzk√ľgelchen, Larnit, Zn-Nitrat sowie Calcit.

Abtrennung und Verwertung von Glas aus Wirbelschicht-Bettasche
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2014)
Bettasche aus Wirbelschicht√∂fen kann zu drei Viertel verwertet werden. F√ľr ein hochwertiges Recycling stehen Metalle ‚Äď Eisen/Stahl, Aluminium, sonst. Buntmetalle, Edelst√§hle und Glas zur Verf√ľgung. Glasteile aus Bettasche k√∂nnen zur Herstellung eines hochwertigen Isolier- und Baumaterials eingesetzt werden ‚Äď zur Herstellung von Schaumglas.

Vorbereitung einer Metallmischfraktion f√ľr metallurgische Verwertungswege
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2014)
Innerhalb des VeMRec-Vorhabens wird die Aufbereitung von NE- Metallkonzentraten aus M√ľllverbrennungsrostaschen untersucht. Mit einer innovativen Verfahrenskombination werden direkt verh√ľttungsf√§hige Produkte aus den NE-Metallkonzentraten gewonnen. Eine eigens am Standort einer bestehenden Rostaschenaufbereitungsanlage errichtete Pilotanlage umfasst neben Klassier- und F√∂rdertechnik im Wesentlichen eine Zerkleinerungsstufe und eine sensorgest√ľtzte Sortiereinheit basierend auf dem Wirkprinzip der R√∂ntgentransmission (XRT). Nach Probebetrieb kann die realisierte Aufbereitungslinie der Pilotanlage mit dem Werkzeug der Modellierung bewertet und Verbesserungspotentiale ermittelt werden.

Entwicklung eines Ecodesign-Tools f√ľr die Luftfahrtindustrie
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2014)
Am Fraunhofer ICT wurde ein Ecodesign Guideline Tool f√ľr die Luftfahrtindustrie entwickelt, welches Informationen √ľber ‚Äěgr√ľne L√∂sungen‚Äú zur Verf√ľgung stellt. Entsprechend den Zielen des europ√§ischen Beratungsgremiums f√ľr die Luft- und Raumfahrt ACARE wurde basierend auf Materialst√ľcklisten und Umweltdaten von verschiedenen Materialien und Materialkombinationen ein einfach handhabbares Datenbanktool programmiert. W√§hrend des Ecodesignprojekts wurden zahlreiche luftfahrtspezifische Lifecycle Assessment Daten gesammelt. Somit bietet das Tool eine robuste Grundlage f√ľr ein drittes Entscheidungskriterium neben Kosten und Gewicht.

Interessante Aufschl√ľsse - Die UMTEC-Methode zur Bestimmung der Metallgehalte in MVA-Schlacken liefert exakte Ergebnisse
© Rhombos Verlag (8/2014)
Abf√§lle wurden bis vor wenigen Jahren √ľberwiegend aus der Schadstoffperspektive betrachtet und als umweltsch√§dlich angesehen. Mittlerweile hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Abf√§lle auch als Sekund√§rrohstoffe betrachtet werden k√∂nnen (Ressourcenperspektive). Die Separatsammlung stellt eine M√∂glichkeit dar, Wertstoffe aus Abf√§llen zu gewinnen. In diesem Fall f√ľhrt der Konsument stark wertstoffhaltige Abfallfraktionen einer direkten Verwertung zu (etwa Altmetalle, Elektronikschrott oder Batterien). Dennoch verbleiben im Haus- und Gewerbem√ľll noch erhebliche Mengen an Wertstoffen, insbesondere Metalle.

 1  2  3 . . . . >
Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?