Durch Konsument:innen beeinflusste QualitÀten von Mehrkomponenten- Leichtverpackungen im Siedlungsabfall
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
Um die Recyclingziele des EU-Kreislaufwirtschaftspaketes (European Commission 2018) fĂŒr LeichtverpackungsabfĂ€lle – darunter fallen insbesondere Kunststoffverpackungen sowie Verbundverpackungen aus unterschiedlichen Packstoffen – zu erreichen ist es einerseits notwendig, Leichtverpackungen (LVP) verstĂ€rkt getrennt zu sammeln und andererseits, diese auch in einer fĂŒr das Recycling geeigneten QualitĂ€t zur VerfĂŒgung stellen, sei es hinsichtlich Fehlwurfanteil in der Sammlung, Verunreinigungen oder RecyclingfĂ€higkeit der Verpackung selbst.

Das Unverpackt-Regal und die Sicht der Kund*innen auf die Vermeidung von Verpackungen im Supermarkt
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
Verkaufsverpackungen in SupermĂ€rkten dienen unterschiedlichen Zwecken, unter anderem auch der Vermeidung von LebensmittelabfĂ€llen durch verlĂ€ngerte Haltbarkeit. Verkaufsverpackungen aus SupermĂ€rkten verursachen aber auch eine erhebliche Menge an AbfĂ€llen. Deren Verringerung durch so genannten verpackungsfreien Einkauf und Einkauf von Mehrwegverpackungen steht im Zentrum des Projekts 1, 2, 3 – Verpackungsfrei (im Folgenden 1, 2, 3), getragen von Uni Graz, SPAR Steiermark und Österreichischem Ökologieinstitut.

Von der linearen Abfallwirtschaft zur Circular Economy in Brasilien
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
Brasilien verfĂŒgt seit 2010 ĂŒber eine fortschrittliche Abfallpolitik, die im FrĂŒhjahr 2022 im Umsetzungsplan PLANARES um ambitionierte Recyclingquoten ergĂ€nzt wurde. Der Umsetzungsplan sieht u.a. eine Recyclingquote fĂŒr Wertstoffe von 20 % bis 2040 vor, was einer Vervierfachung des aktuellen Wertes entspricht. Dies stellt die fĂŒr die Abfallwirtschaft zustĂ€ndigen Kommunen vor große Herausforderungen. Regionale und nachhaltige Abfallwirtschaftskonzepte, die lokale Rahmenbedingungen berĂŒcksichtigen und auf die Herstellung von SekundĂ€rrohstoffen abzielen, sind Teil der Lösung und tragen zur Erreichung der Recyclingziele bei. Diese Konzepte bestehen aus verschiedenen Technologiekombinationen, die fraktionsspezifisch und nach definierten Kriterien geplant werden mĂŒssen. FĂŒr eine effektive und effiziente Planung sollten Maßnahmen in den Bereichen Technisierung, ModularitĂ€t, Standorte und Dynamiken berĂŒcksichtigt werden.

Neue VDI Richtlinie 4095 stellt den Stand der Technik beim Kunststoffrecycling dar
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
Im VDI Normenausschuss wird derzeit eine neue Richtlinie zur KreislauffĂŒhrungvon Kunststoffen erarbeitet. Sie richtet sich an alle Akteure im Wertstoffkreislauf und wirdHandlungsempfehlungen beinhalten, um deren Arbeit zu vereinfachen und Hemmnisse abzubauen.Die große Menge an jĂ€hrlich produzierten Kunststoffen weltweit in Höhe von 360 MillionenTonnen und die damit verbundenen globalen Umweltprobleme zeigen die Notwendigkeit, einenmöglichst großen Anteil gefahrlos und ĂŒberwacht im Wirtschaftskreislauf zu halten. Die Richtliniesoll einen Beitrag zur Erhöhung des Rezyklateinsatzes liefern. Konkret werden in der Richtlinieentscheidende Begriffe definiert bzw. bestehende Definitionen entscheidender Begriffe zusammengestellt.Ziel ist es einen einheitlichen Sprachgebrauch im Markt fĂŒr Rezyklate zu befördern,und dabei die unterschiedlichen gesetzlichen Definitionen zu berĂŒcksichtigen. Das ĂŒbergeordneteZiel der Zusammenstellung rechtlicher Vorgaben sowie der Definition von einheitlichen Begriffen,RecyclingqualitĂ€ten und Recyclingtechniken ist die StĂ€rkung des Markts fĂŒr Kunststoffrezyklate. Diesen soll so gegenĂŒber den PrimĂ€rkunststoffen zum Durchbruch verholfen werden.

Stand und Perspektiven des chemischen Recyclings
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2022)
Kunststoffe sind ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens und unserer Wirtschaft, in allen Lebensbereichen vertreten und hĂ€ufig nur schwer zu ersetzen. Wenn sie zu AbfĂ€llen werden, mĂŒssen sie jedoch sachgerecht behandelt und möglichst hochwertig verwertet werden. In diesem Zusammenhang wird neben dem werkstofflichen auch immer hĂ€ufiger das chemische Recycling diskutiert, dem sowohl die Möglichkeit der Ausschleusung von Schadstoffen als auch das Potenzial des Einsatzes schwierig werkstofflich recyclebarer oder stark verschmutzter AbfĂ€lle zugesprochen wird. In wieweit diese Technologien im Vergleich zur energetischen und werkstofflichen Verwertung ökologisch vorteilhaft sind, ist noch nicht abschließend geklĂ€rt.

Perspektiven des Abfallmarkts vor dem Hintergrund der Umsetzung des Kreislaufwirtschaftspakets
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2022)
Die Autoren betrachten zunĂ€chst, wie sich die output basierte Berechnungsmethode auf die Recyclingquoten in Deutschland auswirkt. Anschließend wird das Abfallaufkommender Stoffströme Verpackungen, BioabfĂ€lle und SiedlungsabfĂ€lle fĂŒr das Jahr 2035 abgeschĂ€tzt und KapazitĂ€tslĂŒcken fĂŒr die Verwertung aufgezeigt. Im Ergebnis wird das Erreichen der ambitionierten Recyclingquoten der EU fĂŒr Deutschland sowohl bei den SiedlungsabfĂ€llen als auch bei den Verpackungen durch die neuen Berechnungsmethoden eine Herausforderung. Weiter ergeben sich gerade im Bereich der hochwertigen Verwertung von BioabfĂ€llen durch VergĂ€rung deutliche KapazitĂ€tslĂŒcken.

Ökobilanzielle Bewertung verschiedener Behandlungspfade von KunststoffverpackungsabfĂ€llen
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2022)
Im Rahmen dieser Arbeit wurde die Behandlung der gesammelten Kunststoffverpackungen aus Privathaushalten in Deutschland im Jahr 2017 ökobilanziell bewertet. Basierend auf einer detaillierten Kunststoffflussanalyse wurden die Umweltauswirkungen insgesamt und bezogen auf unterschiedliche Behandlungspfade ermittelt. Die Ergebnisse zeigten, dass die Kunststoffverpackungsabfallwirtschaft in 14 von 16 Wirkungskategorienzu Netto-Umweltentlastungen fĂŒhrte. Die höchsten EntlastungsbeitrĂ€ge wurden durch die Pfade der getrennten Sammlung (Mehrwegpfandsystem, Einwegpfandsystem, Leichtverpackungssammlung) erzielt, wobei Gutschriften in Verbindung mit dem Recycling dominierten. Daher sind Annahmen zu den Substitutionseffekten der erzeugten Rezyklate nachvollziehbar darzustellen und kritisch zu analysieren.

Chemisches Recycling von KunststoffabfĂ€llen: Neue Chancen fĂŒr die Kreislaufwirtschaft
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2022)
Die thermische Abfallverwertung hat unbestrittene Vorteile bei der Behandlung von nicht recyclebaren Abfallgemischen und einen festen Platz in der Kreislaufwirtschaft. Aber die Rahmenbedingungen fĂŒr die Abfallwirtschaft wie fĂŒr die Industrie Ă€ndern sich derzeit rasant, insbesondere fĂŒr die Erzeugung, die Nutzung und die Entsorgung von Kunststoffen. EEW als grĂ¶ĂŸter thermischer Verwerter in Deutschland stellt sich der Verantwortung, mehr fĂŒr den Klimaschutz zu leisten. Neben der Abscheidung und der Nutzung von CO2 arbeiten wir an Konzepten Kunststoffe als maßgeblichen Verursacher unseres fossilen CO2-Abdruckes vor der Verbrennung auszusortieren und diese einer nachhaltigen Verwertung zuzufĂŒhren.

Maßnahmen zur Verringerung der Kunststoffbelastung in Komposten bei der Sammlung und durch sensorgestĂŒtzte Sortierung bei der Kompostaufbereitung
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2022)
Der Artikel befasst sich mit drei Wegen zur Lösung der Kunststoffproblematik in Komposten. Erstens, der Detektion und Messung von Störstoffen, zweitens, der PrĂŒfung von vorhandenen und neuen Technologien zur Verbesserung der KompostqualitĂ€t und drittens, der PrĂŒfung von psychologischen Maßnahmen zur VerhaltensĂ€nderung beim Anfall von biogenen AbfĂ€llen. Im Projekt wurde eine ZĂ€hlmethode entwickelt, mit welcher durch eine schnelle Erfassung der Zahl der sichtbaren Störstoffe bezogen auf das SchĂŒttvolumen eine Aussage ĂŒber die Störstoffkonzentration getroffen werden kann.

Chancen des chemischen Kunststoffrecyclings aus Sicht der Rohstoffwirtschaft – EinschĂ€tzung der aktuellen und zukĂŒnftigen Situation
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2022)
Der „European Green Deal“ stellt Politik und Wirtschaft vor eine ambitionierte Zukunftsagenda, die sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringt. So sollen im Bereich der CO2-Emmissionen bis 2030 erhebliche Einsparungspotenziale gehoben und realisiert werden. Aufgrund des vergleichsweise hohen CO2-Ausstoßes ist hier speziell Deutschland gefordert.

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