Stand und Perspektiven des chemischen Recyclings
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2022)
Kunststoffe sind ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens und unserer Wirtschaft, in allen Lebensbereichen vertreten und hĂ€ufig nur schwer zu ersetzen. Wenn sie zu AbfĂ€llen werden, mĂŒssen sie jedoch sachgerecht behandelt und möglichst hochwertig verwertet werden. In diesem Zusammenhang wird neben dem werkstofflichen auch immer hĂ€ufiger das chemische Recycling diskutiert, dem sowohl die Möglichkeit der Ausschleusung von Schadstoffen als auch das Potenzial des Einsatzes schwierig werkstofflich recyclebarer oder stark verschmutzter AbfĂ€lle zugesprochen wird. In wieweit diese Technologien im Vergleich zur energetischen und werkstofflichen Verwertung ökologisch vorteilhaft sind, ist noch nicht abschließend geklĂ€rt.

Perspektiven des Abfallmarkts vor dem Hintergrund der Umsetzung des Kreislaufwirtschaftspakets
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2022)
Die Autoren betrachten zunĂ€chst, wie sich die output basierte Berechnungsmethode auf die Recyclingquoten in Deutschland auswirkt. Anschließend wird das Abfallaufkommender Stoffströme Verpackungen, BioabfĂ€lle und SiedlungsabfĂ€lle fĂŒr das Jahr 2035 abgeschĂ€tzt und KapazitĂ€tslĂŒcken fĂŒr die Verwertung aufgezeigt. Im Ergebnis wird das Erreichen der ambitionierten Recyclingquoten der EU fĂŒr Deutschland sowohl bei den SiedlungsabfĂ€llen als auch bei den Verpackungen durch die neuen Berechnungsmethoden eine Herausforderung. Weiter ergeben sich gerade im Bereich der hochwertigen Verwertung von BioabfĂ€llen durch VergĂ€rung deutliche KapazitĂ€tslĂŒcken.

Ökobilanzielle Bewertung verschiedener Behandlungspfade von KunststoffverpackungsabfĂ€llen
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2022)
Im Rahmen dieser Arbeit wurde die Behandlung der gesammelten Kunststoffverpackungen aus Privathaushalten in Deutschland im Jahr 2017 ökobilanziell bewertet. Basierend auf einer detaillierten Kunststoffflussanalyse wurden die Umweltauswirkungen insgesamt und bezogen auf unterschiedliche Behandlungspfade ermittelt. Die Ergebnisse zeigten, dass die Kunststoffverpackungsabfallwirtschaft in 14 von 16 Wirkungskategorienzu Netto-Umweltentlastungen fĂŒhrte. Die höchsten EntlastungsbeitrĂ€ge wurden durch die Pfade der getrennten Sammlung (Mehrwegpfandsystem, Einwegpfandsystem, Leichtverpackungssammlung) erzielt, wobei Gutschriften in Verbindung mit dem Recycling dominierten. Daher sind Annahmen zu den Substitutionseffekten der erzeugten Rezyklate nachvollziehbar darzustellen und kritisch zu analysieren.

Chemisches Recycling von KunststoffabfĂ€llen: Neue Chancen fĂŒr die Kreislaufwirtschaft
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2022)
Die thermische Abfallverwertung hat unbestrittene Vorteile bei der Behandlung von nicht recyclebaren Abfallgemischen und einen festen Platz in der Kreislaufwirtschaft. Aber die Rahmenbedingungen fĂŒr die Abfallwirtschaft wie fĂŒr die Industrie Ă€ndern sich derzeit rasant, insbesondere fĂŒr die Erzeugung, die Nutzung und die Entsorgung von Kunststoffen. EEW als grĂ¶ĂŸter thermischer Verwerter in Deutschland stellt sich der Verantwortung, mehr fĂŒr den Klimaschutz zu leisten. Neben der Abscheidung und der Nutzung von CO2 arbeiten wir an Konzepten Kunststoffe als maßgeblichen Verursacher unseres fossilen CO2-Abdruckes vor der Verbrennung auszusortieren und diese einer nachhaltigen Verwertung zuzufĂŒhren.

Maßnahmen zur Verringerung der Kunststoffbelastung in Komposten bei der Sammlung und durch sensorgestĂŒtzte Sortierung bei der Kompostaufbereitung
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2022)
Der Artikel befasst sich mit drei Wegen zur Lösung der Kunststoffproblematik in Komposten. Erstens, der Detektion und Messung von Störstoffen, zweitens, der PrĂŒfung von vorhandenen und neuen Technologien zur Verbesserung der KompostqualitĂ€t und drittens, der PrĂŒfung von psychologischen Maßnahmen zur VerhaltensĂ€nderung beim Anfall von biogenen AbfĂ€llen. Im Projekt wurde eine ZĂ€hlmethode entwickelt, mit welcher durch eine schnelle Erfassung der Zahl der sichtbaren Störstoffe bezogen auf das SchĂŒttvolumen eine Aussage ĂŒber die Störstoffkonzentration getroffen werden kann.

Chancen des chemischen Kunststoffrecyclings aus Sicht der Rohstoffwirtschaft – EinschĂ€tzung der aktuellen und zukĂŒnftigen Situation
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2022)
Der „European Green Deal“ stellt Politik und Wirtschaft vor eine ambitionierte Zukunftsagenda, die sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringt. So sollen im Bereich der CO2-Emmissionen bis 2030 erhebliche Einsparungspotenziale gehoben und realisiert werden. Aufgrund des vergleichsweise hohen CO2-Ausstoßes ist hier speziell Deutschland gefordert.

Bei welchen Kunststoffprodukten ist der biologische Abbau eine sinnvolle End-of-Life-Option?
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2022)
Am Anfang des Projektes stand eine Frage: Konnte es Anwendungen geben, bei denen der biologische Abbau die beste End-of-Life-Option darstellt, weil z. B. ein Einsammeln und Recyceln nicht praktizierbar ist? Im Projekt konnten 25 solche Anwendungen gefunden und analysiert werden.

C2C fĂŒr Plastik auf bakteriellem Wege und durch Thermolyse
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (6/2021)
Plastik ist getrocknetes Öl und wird bakteriell zu Öl verstoffwechselt. Mit der Thermolyse kann die Depolymerisation bei gezieltem Temperaturmanagement als Craddle-to-Craddle-Prozess beispielsweise mit erneuerbarer Energie verwirklicht werden.

Plastikpiraten erforschen die MĂŒllverschmutzung von deutschen FlĂŒssen
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (5/2021)
Im Citizen-Science-Projekt „Plastikpiraten“ zur Erforschung der MĂŒllverschmutzung deutscher FließgewĂ€sser werden bundesweit Jugendliche in den wissenschaftlichen Forschungsprozess integriert. Sie erheben Daten zur MĂŒllverschmutzung an FlĂŒssen. Diese werden wissenschaftlich ausgewertet und publiziert.

Anreicherung von Plastikpartikeln in Auenböden
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (5/2021)
RĂŒckstĂ€nde von Plastik, welches heute aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken ist, gelangen nicht nur in die Weltmeere, sondern auch in die Böden. Der „neue“ Schadstoff Mikroplastik ist dabei auch in Auenböden weit verbreitet und gefĂ€hrdet zusĂ€tzlich die bedeutenden Funktionen von Auen und ihren Böden.

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