30 Jahre kommunale Abwasserbeseitigung im Freistaat Sachsen
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2021)
Seit der deutschen Wiedervereinigung hat sich bei der Abwasserbeseitigung im Freistaat Sachsen viel getan. Ein Abriss des Umwandlungsprozesses kommunaler AufgabentrÀger wird gegeben. Der Prozess des Aufbaus der kommunalen Abwasserbeseitigung im Freistaat Sachsen wird nachgezeichnet.

Membranbioreaktor zur Reinigung von OberflÀchenwasser eines Abfallbehandlungsbetriebs
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2020)
Bei Abfallbehandlungsbetrieben ist Niederschlagswasser aufgrund der Lagerung von AbfĂ€llen im Freien im Regelfall organisch und anorganisch erheblich belastet. Nach dem Stand der Technik ist anthropogen verunreinigtes Niederschlagswasser vor der Direkteinleitung zu reinigen. Die stark schwankenden QuantitĂ€ten und QualitĂ€ten des OberflĂ€chenwassers stellen jedoch hohe Anforderungen an die Reinigungstechnologie. In Membranbioreaktoren (MBR) wird biologische Abwasserreinigung mit Membrantechnik zum vollstĂ€ndigen RĂŒckhalt von Biomasse und Partikeln kombiniert. Am Standort des Abfallbehandlungsbetriebes wurde dieses Verfahren zunĂ€chst pilotiert und anschließend wurde darauf aufbauend die Großanlage wasserrechtlich bewilligt, errichtet und in Betrieb genommen. Die Grenzwerte fĂŒr die Direkteinleitung werden seit Beginn stets gleichbleibend stabil eingehalten. Selbst lĂ€ngere Zeiten ohne Durchsatz in Folge von Trockenperioden, die kalte Winterperiode oder plötzliche hohe hydraulische BelastungsstĂ¶ĂŸe zeigen weder auf die biologische Reinigungsleistung noch auf die PermeabilitĂ€t der Membran negative Auswirkungen.

Ökonomische und ökologische Bewertung des DeponierĂŒckbaus: Fallbeispiele aus Brandenburg
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2020)
Im gegenstĂ€ndlichen Beitrag wird das Online-Werkzeug OnToL zur ökologischen und ökonomischen Bewertung von DeponierĂŒckbauprojekten vorgestellt und die Anwendung zur Bestimmung des Ressourcenpotentials von Altdeponien anhand von zwei Fallbeispielen in Brandenburg illustriert. Die Bewertung der beiden Deponien im Berliner Umland ergibt in Bezug auf das Treibhauspotential Einsparungen gegenĂŒber dem Status quo im Ausmaß von 0,19 bzw. 0,15 Mg CO2-Äqu./Mg Abfall. Ein positiver Projektbarwert (50 €/Mg Abfall) ergibt sich jedoch nur fĂŒr eine der beiden Altdeponien. Ein wesentlicher Faktor fĂŒr die Wirtschaftlichkeit dieses RĂŒckbauprojektes ist der hohe GrundstĂŒckspreis am Standort (250 Euro pro mÂČ) in Verbindung mit der vorteilhaften Deponiegeometrie (hohes FlĂ€che-zu-Volumen-VerhĂ€ltnis), der zu hohen Erlösen durch die FlĂ€chenrĂŒckgewinnung fĂŒhrt. Dementsprechend stellt diese Deponie eine Ressource dar, die unter den derzeitigen wirtschaftlichen Randbedingungen genutzt werden kann. Insgesamt ermöglicht das Online-Werkzeug eine schnelle und einheitlichen Bewertung als Grundlage zur Identifikation und Entwicklung vielversprechender DeponierĂŒckbauprojekte.

KASKADE - Enzymatischer Abbau persistenter Mineralölkohlenwasserstoffe
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2020)
Die mikrobielle in situ Sanierung stellt ein vielversprechendes Konzept zur Dekontamination von Ölverunreinigungen dar. Generell werden Mineralöl-kohlenwasserstoffe durch endogene Mikroorganismen vergleichsweise schnell abgebaut. Allerdings können sich in Folge persistente Schadstofffraktionen anreichern. Enzyme haben sich als vielversprechendes Agens fĂŒr den Abbau von persistenten Kontaminanten herausgestellt. In dieser Studie werden enzymatische Verfahren zur Metabolisierung von schwer abbaubaren Erdölfraktionen entwickelt, wodurch diese einer Mineralisierung durch endogene Mikroorganismen zugĂ€nglich gemacht werden.

Chancen und HĂŒrden einer optimierten Verwertung von Fettabscheider - Inhalten in einer Tiroler Tourismusregion.
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2020)
Fette und Öle, die in das Abwasser gelangen, verursachen weltweit Probleme in den Kanalnetzen und in Abwasserreinigungsanlagen. Um dies zu verhindern, sind in Betrieben, in denen große Mengen an Fetten verarbeitet werden, Fettabscheider als Stand der Technik vorgeschrieben. Um den ordnungsgemĂ€ĂŸen Be-trieb der Fettabscheider zu gewĂ€hrleisten, sind vor allem regelmĂ€ĂŸige Entleerungen sowie die richtige Betriebsweise unabdingbar. In dieser Studie wurden 19 Fettabscheider in einer Tiroler Tourismusregion auf die Zusammensetzung der Fettschicht, sowie auf den Energiegehalt untersucht. Im Mittel bestanden rund 60 % der Fettschicht aus Störstoffen (Speisereste, Plastik) und Wasser. Dies wirken sich negativ auf die QualitĂ€t der Fette und auf den Energiegehalt der Fettabscheiderinhalte aus. In Österreich ist ein gĂ€ngiger Verwertungsweg der Fettabscheiderinhalte die Co-VergĂ€rung im Faulturm auf KlĂ€ranlagen. Der mittlere Biomethanertrag bei den untersuchten Proben lag bei 927 NL/kg oTR. Eine energetische Verwertung der Fettabscheiderinhalte auf KlĂ€ranlagen ist daher sehr vorteilhaft.

Abbaubare Kunststoffe unter nicht optimierten Umweltbedingungen
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2020)
Plastik in der Umwelt hat sich zu einem der bedeutendsten und am meisten wahrgenommenen Umweltprobleme entwickelt. Viele Bestrebungen, etwa das Verbot von Einwegkunststoffen, höhere Kunststoffrecyclingraten oder Biokunststoffe, versuchen dieses Problem zu lösen. Doch gerade Biokunststoffe werden sehr kontrovers diskutiert. Der Zerfall von Kunststoffen in Fragmente und die biologische Abbaubarkeit hĂ€ngen stark von den Umgebungsbedingungen des Kunststoffes ab. Kompostierbare Kunststoffe werden also nicht zwangslĂ€ufig ebenso gut in GewĂ€ssern abgebaut. Über Zeitdauer von Zerfall und biologischen Abbau kompostierbarer Kunststoffe in natĂŒrlichen GewĂ€ssern sind kaum Informationen vorhanden. Heimkompostierbare und EN13432 zertifizierte Kunststoffe wurden fĂŒr 4,5 bzw. 10 Monaten in ei-nen Gartenteich gehĂ€ngt und untersucht. Es wurde kein Zerfall oder Abbau beobachtet.

Standortspezifische Auswahl von kohligen Sorbentien fĂŒr die in-situ Bodensanierung – KOKOSAN II
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2020)
Internationale und nationale Studien haben belegt, dass Pflanzenkohle (engl. „Biochar“) grundsĂ€tzlich fĂŒr den Einsatz zur in-situ Bodensanierung geeignet ist. KOKO-SAN I konnte erfolgreich zeigen, dass Biochar insbesondere fĂŒr die Immobilisierung von leicht- bis mittelbelasteten Altstandorten geeignet ist, an welchen die Schadstoff-quelle (Hotspot) entfernt wurde und großflĂ€chig Restkontaminationen verblieben sind, welche die Verwendung und somit den Wert der Liegenschaft nachteilig beeintrĂ€chtigen (vgl. auch § 29 UFG).

BĂŒrgerengagement gegen die latente Umweltverschmutzung – Umweltkampagne „Sauberhaftes Hessen“ zeigt den Weg
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (9/2015)
Die zunehmende Verschmutzung unserer Straßen, öffentlichen PlĂ€tze und GrĂŒnflĂ€chen durch achtlos weggeworfene AbfĂ€lle ist nicht nur ein öffentliches Ärgernis, sondern auch eine latentes Umweltproblem, dass dauerhaft nur durch eine grundlegende VerhaltensĂ€nderung der Verursacher gelöst werden kann.

Teures Ärgernis: Graffiti-Entfernung erfordert Experten-Wissen
© Deutscher Fachverlag (DFV) (4/2012)
Graffiti zĂ€hlen zu den teuersten Kunstarten unserer Zeit. Allein in Deutschland entstehen fĂŒr deren Beseitigung jĂ€hrlich geschĂ€tzte Kosten in dreistelliger Millionenhöhe. In GroßstĂ€dten sind Graffiti allgegenwĂ€rtig: Von monochromen Statements ĂŒber kryptische KĂŒrzel, mit denen sich Sprayer zu ihrem ‚Werk‘ bekennen, bis zu aufwĂ€ndigen, mehrfarbigen Darstellungen existiert ein breites Spektrum. Zu einer zĂŒgigen Entfernung von Graffiti gibt es kaum eine Alternative.

Effektiv gekehrt: Erste handgefĂŒhrte Kehrmaschine mit großer Kehrbreite
© Deutscher Fachverlag (DFV) (9/2010)
Haaga Kehrsysteme GmbH aus Kirchheim/Teck prÀsentiert ihre neue Handkehrmaschine vom Typ497, die erstmals eine Kehrbreite von 97 cm hat. Damit sind FlÀchenleistungen bis 3600 Quadratmetern pro Stunde, die bislang selbstfahrenden Kehrmaschinen vorbehalten waren, auf trockenen oder nassen OberflÀchen möglich.

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Nur wer die Geschichte kennt,
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gegen den Müll